Die Filmfestspiele in Venedig 2011: Das waren die Highlights

Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica di Venezia nennen Italiener das älteste noch bestehende Filmfestival der Welt. Seit 1932 finden die Filmfestspiele jedes Jahr Ende August/Anfang September auf dem Lido in Venedig als Teil der Biennale für zeitgenössische Kunst statt.

In diesem Jahr eröffnete George Clooney mit seinem Politdrama „The Ides of March“ die Filmfestspiele 2011. Dieser und 22 weitere Langspielfilme gingen in den Wettbewerb um den goldenen Löwen.

Keine Chance auf den begehrten Preis hatte hingegen Madonna, die ihren Film außerhalb des Wettbewerbs vorstellte. Dabei präsentierte sie sowohl den Film „W.E.“, in dem es um Affären um den englischen König Edward VIII. geht, als auch ihre Abneigung gegen Hortensien.

Für positives Aufsehen sorgte zur Abwechslung der polnisch-französische Regisseur Roman Polanski, der mit „Carnage“, einer Adaption des Theaterstücks „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza, das Publikum begeistern konnte. John C. Reilly, Jodie Foster, Christoph Waltz und Kate Winslet spielen darin zwei Ehepaare. Nach einem gewalttätigen Vorfall zwischen ihren beiden 11-jährigen Söhnen machen sie sich auf die Suche nach einer einvernehmlichen Lösung und erfahren dabei immer mehr die Abgründe ihrer eigenen Wertevorstellungen.

Aber die Filmfestspiele 2011 hatten noch mehr zu bieten. Hier sind weitere Highlights:

Filmfestspiele 2011: die Highlights!

1

Darren Aronofsky

Der US-amerikanische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent war bei den Filmfestspielen von Venedig Präsident der internationalen Jury. In den letzten Jahren begeisterte er mit Filmen wie „The Wrestler“, der 2008 den goldenen Löwen gewann oder „Black Swan“, welcher ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte.
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2

Alexander Sokurow

Der Film „Faust“ des russischen Regisseurs Alexander Sokurow gewann bei den Filmfestspielen 2011 den goldenen Löwen. Die Verfilmung der gleichnamigen Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe hatte im Vorfeld für Aufsehen gesorgt, weil es Wladimir Putin zu verdanken war, dass nach der Krise 2009 die Produktion fortgesetzt werden konnte. In einem Schreiben an Putin bat Sokurow um finanzielle Hilfe und wurde zur Präsentation seines Projektes in dessen Residenz geladen. Schließlich bekam „Faust“ – mit der Begründung, dass Putin ein Freund deutscher Kultur sei – eine Summe von acht Millionen Euro aus dem russischen Filmfonds.
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3

Michael Fassbender als bester Darsteller

Für die Rolle eines sexsüchtigen New Yorker Geschäftsmannes in dem Drama „Shame“ wurde dem deutsch-irischen Schauspieler die Coppa Volpi (dt. „Volpi-Pokal“) verliehen. Der Film von Steve McQueen handelt von eben diesem Geschäftsmann, dessen Leben aufgrund des Besuchs seiner Schwester ins Chaos stürzt, da beide eine schwierige Kindheit verbindet.
Michael Fassbender kennt man aus Filmen wie „Band of Brothers“ oder „Inglorious Basterds“.
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4

Deannie Yip als beste Darstellerin

Die chinesiche Schauspielerin wurde für ihre herausragende schauspielerische Leistung in dem Drama „A Simple Life“ von Ann Hui ausgezeichnet. Darin spielt sie eine alte Dame, die nach jahrzehntelanger Arbeit als Hausmädchen ins Altersheim abgeschoben wird und mit der neuen Situation klarkommen muss.
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Weitere Informationen über die Filmfestspiele 2011 gibt es hier

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