Die neuen VZ Netzwerke im Test – Haben sie eine Chance gegen Facebook?

Die Facebook Alternative VZ Netzwerke hatte es in den letzten Monaten nicht leicht. Immer mehr Nutzer wanderten zu Zuckerbergs Netzwerk ab und somit verloren die VZ Netzwerke viele Nutzer, die sich regelmäßig bei dem Dienst einloggten. Mit einer neuen Oberfläche, die mit dem Google Web Toolkit erstellt wurde wollen die VZ Netzwerke jetzt erstmal versuchen Nutzer zu halten.

MeinVZ wird zu FreundeVZ

Der Unterschied zur früheren Strategie der Netze: Ab sofort sollen die einzelnen Communities jeweils an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden. Dazu sollen die Nutzer befragt werden, welche Funktionen sie sich wünschen. Die Googletechnologie soll es zudem ermöglichen, dass die Funktionen schnell in die Seite eingepflegt werden. Gleichzeitig organisieren sich die Netzwerke auch ein Stück neu. So wird aus dem MeinVZ das FreundeVZ. SchülerVZ und die übrigen Netze sollen allerdings weiterhin getrennt bleiben. Diese Trennung soll die Sicherheit der Altersgruppe in der sich Schüler bewegen weiter ermöglichen. An neuen Funktionen wurde unter Anderem beim SchülerVZ eine Art virtueller Klassenraum eingerichtet, der es erlaubt, innerhalb der eigenen Klasse zu kommunizieren und sich auszutauschen. Im StudiVZ soll eine Art wissenschaftlicher Austausch ermöglicht werden. Das FreundeVZ richtet sich an alle Nutzer, die das Nachtleben genießen wollen. In die Nachrichtenstreams der VZ Netzwerke sollen in Zukunft neben Twitter zudem auch andere Dienste integriert werden. Derzeit wird unter Anderem über die Integration von Facebook Connect und damit auch den Nachrichtenstream des Netzwerk diskutiert.

Neue Chance für die VZ's?

Die Netzwerke, die seit ein paar Jahren mit den Verlusten der Nutzer zu kämpfen hatten sind mittlerweile in ihren Erwartungen etwas nüchterner geworden. Sie glauben selbst nicht daran, dass sie Facebook das Wasser reichen können. Dennoch erhoffen sich die VZ Macher in Zukunft wenigstens bestehende Nutzer zu halten und vielleicht auch noch mehr zu aktivieren. Die neue Plattform ist erheblich schneller als das noch bei der Alten der Fall ist. Jedoch bietet sie derzeit auch noch wesentlich weniger Funktionen. Der richtig vollständige Launch soll in den nächsten sechs bis neun Monaten passieren, was aber für Studi-, Schüler- und FreundeVZ schon zu spät sein könnte. Eines ist jedoch klar: Das neue Konzept ist durchaus überlegenswert, um darauf aktiv zu werden. Die Konzentration auf eine möglichst eng gefasste Zielgruppe mit spezifischen Funktionen bietet Facebook derzeit nicht. Hier könnten die Netzwerke durchaus noch eine Chance haben und sich dementsprechend positionieren. Dazu müssen sie allerdings schnell handeln und die derzeit fehlenden Funktionen der neuen Oberfläche nachrüsten. Außerdem sollten die Macher die derzeitige Situation und die Kritik an Facebook nutzen, um sich als datenschutzfreundliche Facebook Alternative zu präsentieren.

Eine Meinung

  1. Florian Rothschild

    Von wegen neue Chance, VZ laufen die Nutzer weg:Bringt ja auch nix sich irgendwo aufzuhalten wo die freunde längst weg sind. Jeder der weggeht nimmt ja ein paar andere mit :(LGFlo

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