Die Gräfin: Julie Delpy als berühmteste Serienmörderin

Julie Delpy präsentiert in „Die Gräfin“, ihrem fünften Film als Regisseurin, eine neue Vision der Geschichte von Erzebet Bathory. Sie ist mächtig und intelligent – eine schwere Position für eine Frau in einer Welt, die von Männern bestimmt wird. Richtig schwierig wird es für sie aber erst, als sie den um einige Jahre jüngeren Istvan kennen- und liebenlernt.

Doch ihre gemeinsame Zeit steht unter einem schlechten Stern: Istvans Vater, der Erzebet selbst einen Heiratsantrag machte, will die Beziehung verhindern und fädelt ein grausames Spiel ein. Die Gräfin steigert sich in Wahnvorstellung von ewiger Jugend und Schönheit und um beides zu erreichen, benötigt sie das Blut von Jungfrauen.

Basierend auf einer wahren Geschichte: Die Gräfin von Julie Delpy

Die Gräfin Erzebet Bathory war im Ungarn der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts eine belesene, mächtige und schöne Frau. Zudem war sie derart reich und geachtet, dass selbst König Matthias II. von Ungarn ihr Geld schuldete. Während sie auch als liebende Mutter und treue Ehefrau bekannt war, wurde ihr dennoch 1611 der Prozess gemacht: Erzebet Bathory soll bis zu 600 junge Frauen umgebracht haben.

Gräfin Bathory wurde allerdings aus politischen Gründen niemals verurteilt, sondern nur unter Hausarrest gestellt. Bei zugemauerten Fenstern lebte sie im Turm der Burg Cachtice bis zu ihrem Tod im Jahr 1614. Daraufhin entstanden Legenden, die Gräfin hätte die Mädchen getötet, um in deren Blut zu baden. So hätte sie sich ihre Jugend und Schönheit erhalten wollen.

Vom Leben einer Gräfin zum Mythos des Vampirs

Die Legende brachte ihre Morde mit den Greueltaten von Vlad Tepes in Verbindung, der Vorlage für Bram Stokers Dracula. Auf diese Weise fand auch die Geschichte von Erzsébet Báthory als „Blutgräfin“ Einzug in den Vampirmythos.

Julie Delpys Film beschäftigt sich mit aktuellen Themen wie dem Streben nach Perfektion, Liebe, die unerfüllt bleiben muss, und dem Kampf von Frauen in Männerdomänen. Ihr zur Seite stehen dabei Daniel Brühl, mit dem sie schon in „Zwei Tage in Paris“ spielte und William Hurt, der den Oscar für „Kuß der Spinnenfrau“ bekam.

Kinostart für „Die Gräfin – die wahre Geschichte der Erzebet Bathory“ ist der 25.06.2009.

[youtube tlZFPFdU7ts]

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.