Der 32. Bundesliga Spieltag: Ein Rückblick

Nun ist es amtlich: Der BVB verteidigt seinen Titel und schließt das Mammutprogramm der letzten drei Spiele, bei denen die Vereine auf den Positionen zwei bis vier geschlagen wurden, mit maximalem Erfolg ab. Eine bärenstarke Rückrunde, in der nur Augsburg und Stuttgart nicht gegen die Schwarz-Gelben verloren, sondern immerhin ein Unentschieden erreichten, brachten der Truppe um Jürgen Klopp den Ausschlag! Und so geriet das letzte Samstagabendspiel der Saison gegen Borussia Mönchengladbach schon fast erwartungsgemäß zu einer Feiertpartie. Obwohl die Gladbacher noch einmal alles aufboten, um die eigenen Ziele zu erreichen, hatten sie in Dortmund von Anfang an kaum eine Chance. Eine Vielzahl von Möglichkeiten wurden zum Teil mit Glück abgewendet, doch die Treffer von Perisic und Kagawa konnten dennoch nicht verhindert werden. Dortmund geriet an diesem Abend endgültig in den Feierrausch und kann die letzten beiden Spiele nun locker angehen. Gladbachs Chancen auf die Champions-League-Gruppenphase sind allerdings auch noch nicht ausgeträumt.

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Noch keine endgültigen Entscheidungen am 32. Bundesliga Spieltag ums internationale Geschäft

Grund für die immer noch passablen Aussichten der Fohlen ist der Patzer des FC Schalke 04 in Augsburg am Sonntag. Die Knappen waren mit dem 1:1 beim starken Aufsteiger sogar noch gut bedient, denn der FC hatte insbesondere in Halbzeit 1 genug Chancen, eine sichere Führung heraus zu schießen. Stattdessen egalisierte Klaas Jan Huntelaar in eiskalter Manier die Führung von Sebastian Langkamp aus der sechsten Minute und nutzte damit die fast einzige Chance der Schalker. Die Augsburger Spieler und Trainer Jos Luhukay ärgerten sich daher auch über die vergebene Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt. Bei vier Punkten Vorsprung auf Platz 16 spricht dennoch viel für die Schwaben. Schalke hat dagegen nur zwei Punkte Vorsprung auf Gladbach.

Eine ganz entscheidende Partie fand in Hoffenheim statt, wo Bayer Leverkusen als direkter Konkurrent um die Europa League zu Gast war. Die Aufbruchstimmung im Kraichgau erlitt dabei mehr als einen jähen Dämpfer. Andre Schürrle erwies sich als Partykiller und schenkte seiner Mannschaft damit einen überaus glücklichen Sieg, der so etwas wie die Saisonrettung darstellen dürfte. Das internationale Geschäft ist nunmehr gesichert, allenfalls Platz 6 kann noch in Gefahr geraten. Für Hoffenheim vergab Salihovic einen Elfmeter und zeigte damit die offensive Unzulänglichkeit an diesem Tag deutlich auf. Eine weitere Spielzeit scheint im grauen Mittelfeld zu Ende zu gehen.

Ein ähnliches Schicksal droht dem SV Werder Bremen, dessen grottenschlechte Rückrunde diesmal durch eine unglückliche Niederlage gegen den FC Bayern „garniert“ wurde. Dem Rekordmeister war allerdings anzumerken, dass derzeit alle Konzentration dem Champions-League-Duell mit Real Madrid gilt. Jupp Heynckes hatte daher auch einige Stammkräfte geschont und brachte Franck Ribery, Toni Kroos und Mario Gomez erst Mitte der zweiten Halbzeit. Nachdem Naldo die Bremer nicht unverdient in Führung gebracht hatten, sorgte derselbe Spieler per Eigentor für den Ausgleich und Franck Ribery in der Nachspielzeit für den Sieg. Für die Bayern war das Ganze im Rückblick nicht mehr als eine moralische Ermutigung, während Bremen eine große Chance verpasste, noch einmal nach oben zu rücken.

Dadurch bleiben die Gelegenheiten von Hannover 96, um ein erneutes Jahr in der Europa League zu verbringen recht hoch. Gegen den SC Freiburg gab es allerdings nach einer recht schwachen Leistung nur ein Pünktchen. Ein Sieg hätte dagegen das Ziel Europa schon beinahe gesichert. Das 0:0 half vielmehr den Breisgauern, die exakt diesen Punkt benötigten, um auch nächstes Jahr in der Bundesliga zu verbleiben. Trainer Christian Streich bedankte sich nach der Partie bei jedem Spieler persönlich für die gemeinsame Aufholjagd, blieb im Interview aber gewohnt nüchtern und sachlich.

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32. Bundesliga Spieltag: Rettung und Niedergang der Kellerkinder

Wichtige Punkte wurden auch in Nürnberg geholt. Der HSV erreichte beim Club ein 1:1 und damit konnten beide Vereine am Ende gut leben. Die Hamburger wären freilich gern mit der 1:0-Führung durch Son aus dem Spiel gegangen und hätten damit vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. Dennoch war Torsten Fink am Ende zufrieden und erklärte, seine Elfe werde die entscheidenden Zähler dann im kommenden Heimspiel ergattern. Nürnberg ist endgültig gerettet.

Ein Lebenszeichen unter dem neuen Trainer Frank Schaefer sendete der 1. FC Köln ab. Ein Punkt gegen den starken VfB Stuttgart ist zwar angesichts der prekären Tabellensituation zum Leben zu wenig, aber zum Sterben definitiv auch noch zu viel. Slawomir Peszko sorgte für die Führung der Rheinländer, für Stuttgart glich der eingewechselte Cacau aus. Platz 16 bleibt für Köln damit Programm, man wird sich aller Voraussicht nach auf zwei nervenaufreibende Relegationsspiele einstellen müssen.

Das traurigste Spiel am 32. Bundesliga Spieltag fand indes in Berlin statt. Für den 1. FC Kaiserslautern stand am Ende der Partie der Abstieg – obwohl man gewonnen hatte. Der 1:2-Sieg gegen eine völlig desolate Hertha ging insgesamt in Ordnung. Es trafen Oliver Kirch und Startelfdebütant Wooten. Für die Berliner war nur Peter Niemeyer erfolgreich, der später aber auch noch vom Platz flog und die Personalprobleme der Hertha zusätzlich verschärft. Otto Rehhagel blieben in der Pressekonfenrenz dann auch nur noch Durchhalteparolen übrig. Er habe derartig viele verletzte und gesperrte Spieler in seiner Karriere noch nicht erlebt und es müsse nun dennoch weiterhin an die letzte Chance geglaubt und dafür gekämpft werden. In der nächsten Woche geht es für den Tabellenvorletzten nach Schalke.

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