Miss Kicki: preisgekröntes Drama mit Pernilla August

Eine Mutter, die titelgebende „Miss Kicki“, reist mit ihrem Sohn nach Taiwan, um sich ihm nach langer Abwesenheit wieder zu nähern. Tatsächlich aber steht für sie ihre Lovestory mit Mr. Chang im Vordergrund, mit dem sie sich via Internetvideo trifft. Und so wandert ihr Sohn Viktor mehr oder minder allein durch die Straßen von Taipei, bis er Didi trifft – einen gleichaltrigen Jungen aus Taiwan, der ihm nicht mehr von der Seite weicht.

Miss Kicki auf der Suche nach neuer Lebenslust

Während Miss Kicki (Pernilla August) versucht, ihr Leben in den Griff zu bekommen und sich endlich mit Mr. Chang (Eric Tsang) zu treffen, kommen sich Viktor (Ludwig Palmell) und Didi (He Huang) näher. Das ruhige Drama beobachtet dabei genau die Dynamik seiner Protagonisten und führt beide Geschichten letztlich auf überraschende Weise zusammen.

Der Regisseur Håkon Liu hat sich für sein Spielfilm Debüt eine ihm bekannte Grundkonstellation ausgesucht: Er selbst wurde in Schweden geboren, wuchs in Taiwan auf und kehrt dann nach Schweden zurück, um sein Filmstudium abzuschließen und einige Kurzfilme zu drehen. Für seine Hauptrollen konnte er Pernilla August, die von Ingmar Bergmann entdeckt wurde und im Mainstream-Kino Anakin Skywalkers Mutter spielte, und Hong Kong Legende Eric Tsang gewinnen.

Pernilla August in schwedisch-taiwanesischer Koproduktion

Der Film wurde bereits mit einer Sondererwähnung beim Pusan 14th International Film Festival, dem Rainer Werner Fassbinder Preis in Mannheim-Heidelberg und dem Telia Filmpreis in Stockholm ausgezeichnet. Das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Mutter und Sohn, das hereinbrechende Familienleben von Mr. Chang und die nicht auf Spektakel getrimmte Entdeckung ihrer Homosexualität der beiden Jungen hat die Jurys überzeugt.

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Das deutsche Publikum kann sich ab dem 02. Dezember 2010 überzeugen.

Miss Kicki
Regie: Håkon Liu
Drehbuch: Alex Haridi
Mit: Pernilla August, Eric Tsang, Ludwig Palmell, Hu Huang
Verleih: Migma Film AB, Ocean Deep Films
Länge: ca. 90 Minuten
Kinostart: 02.12.2010

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