Masterstudium: Keinen Masterplatz bekommen – was nun?

Das Masterstudium fest im Visier, versuchen Studenten möglichst mit guten bis sehr guten Leistungen im Bachelor zu glänzen.

Doch auch ein hervorragender Abschluss ist manchmal schlichtweg keine Garantie dafür, einen Masterplatz zu bekommen. Die Hälfte aller Bachelorstudenten wollen weiter studieren, die Universitäten haben aber nur begrenzte Kapazitäten.

Fast jeder dritte Student sieht sich daher gezwungen, nach Alternativen zum Master zu suchen. Und das ist nicht immer leicht: Die Enttäuschung ist groß, die vorgesehene Lebensplanung gerät ins Wanken. Dennoch: Auch neue Möglichkeiten können sich offenbaren. Hat man nämlich bereits einen Abschluss in der Tasche, ist akuter Stillstand kein Grund zu verzagen. Eine kleine Motivationshilfe.

Alternativen zum Masterstudium:

1

Über Ziele und Verlauf klar werden

Bevor man verzweifelt, sollte man sich genau mit den eigenen Wünschen und Zielvorstellungen vertraut machen. Eine Liste hilft da weiter: Was will ich unbedingt noch erreichen und was habe ich bisher erreicht? Das motiviert auf der einen Seite und veranschaulicht Wege in eine mögliche Zukunft.

2

In den Beruf einsteigen

Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss. Da er so konzipiert wurde und der Master erstmal nicht angestrebt werden kann, ist das Berufsleben eine echte Alternative. Wichtig ist nur, dass man das Masterstudium nicht gänzlich aus den Augen verliert. Gelingt dies, können hier wichtige Erfahrungen gesammelt werden, die im oder nach dem weiteren akademischen Verlauf von großem Nutzen sein können.

3

Nebenjob annehmen

Fällt der Studentenstatus nach dem Bachelor weg, fehlt Geld in der Haushaltskasse. Besonders dann, wenn Bafög oder Studentenkredit auslaufen. Ein Nebenjob kann da die Rettung sein. Wenn man in der Orientierungsphase keinen Vollzeitjob annehmen möchte, sollte die Nebenbeschäftigung zumindest in thematischer Beziehung zum vorherigen Studium stehen.

4

Studieren im Ausland

Im Lebenslauf ist ein Auslandsaufenthalt heutzutage fast schon Pflicht. Warum also nicht ins Ausland gehen? Auch eine Bewerbung für ein Masterstudium ist in ausländischen Gefilden möglich. Nebenbei lernt man eine Sprache und verknüpft dies mit der Erweiterung des Erfahrungsschatzes.

5

Individuelle Berufsvorbereitung und Praktikum

Natürlich lässt sich die Übergangszeit bis zum nächsten Studienplatz auch dazu nutzen, sich auf den zukunftsorientierten Berufsalltag zu konzentrieren. Ein Lehramtsstudent kann zum Beispiel Nachhilfe geben oder ein Praktikum in einer Schule absolvieren. Wichtig: Die Zeit sinnvoll nutzen und sich nicht in zu vielen Praktika als günstige Arbeitskraft „missbrauchen“ lassen.

6

Erneut bewerben

Der Weg ist das Ziel. Eine erneute Bewerbung um ein Studium ist möglich. Durch entstandene Wartesemester sind vielleicht auch die Chancen besser.

7

Studienplatzklage

Auch einen Masterplatz kann man einklagen, vorausgesetzt die Hochschule hält noch offene Stellen in der Reserve. Über diese Möglichkeit sollte aber nur in sorgsamer Absprache mit einem Anwalt nachgedacht werden.

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