Graue Haare richtig pflegen und stylen: 10 wertvolle Tipps

Grau ist eine Lebenseinstellung, keine Farbe

Letztendlich kann niemand dem „Zahn der Zeit“ entgehen. Er nagt an uns, egal ob Frau oder Mann. Aber wir können einiges dafür tun, den Prozess des Ergrauens ein wenig nach hinten zu verschieben. Und wenn es dann so weit ist, mit der richtigen Einstellung und der optimalen Ausstrahlung, Pflege, Frisur und Kleidung trotzdem gut und attraktiv auszusehen.

Wir können graue Haare pflegen, indem wir auf ihre Bedürfnisse eingehen. Denn graue Haare verhalten sich nicht mehr so, wie wir es von unseren „normalen“ Haaren kennen. Oft sind sie spröde, störrisch, trocken und glanzlos und machen uns damit das Leben schwer. Doch dagegen kann man ganz gezielt so einiges unternehmen.

Nicht nur Männer können mit grauem Haar sexy und attraktiv aussehen, Frauen können es mindestens genau so gut. Mit einer modischen Frisur und schicker Kleidung in den richtigen Farben sowie entsprechenden Accessoires und einem dezenten Make-up wird jede Frau zur Beauty-Queen. Stehen Sie zu sich, werden Sie zur Botschafterin der modernen, gepflegten Frau, die mit sich und der Welt im Reinen ist.

graue Haare pflegen und stylen: Die 10 besten Tipps

1

Die richtige Ernährung

Mögliche Ursache für graues Haar ist eine Übersäuerung des Körpers. Die Übersäuerung hat auch viele Krankheiten im Schlepptau. Wer also seinen Körper wieder ins Gleichgewicht bringen will, kommt an einer gesunden, basischen Ernährung nicht vorbei. Nach einer gezielten Entsäuerung des Körpers sollte weiterhin darauf geachtet werden, genügend basische Lebensmittel und Mineralien zu konsumieren. Aber Vorsicht: Ein bestimmtes Säurelevel braucht unser Körper, um richtig funktionieren zu können. Nahrungsergänzungsmittel sind eine Möglichkeit, wenn die richtige Ernährung allein nicht greift. Eine weitere Alternative sind die Schüssler Salze, wie z.B. Nr. 11, Silicea (Kieselerde) oder Nr. 6, Kalium Sulfuricum, Nr. 26 Selenium und die Nr. 27, Kalium bichromicum. Sie können den Ergrauensprozess verlangsamen, aber stoppen lässt er sich nicht.

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Eigentlich sind die Haare nicht grau sondern weiß, das Grau ist eine optische Täuschung. Ab einem bestimmten Alter wird die Produktion des Farbstoffes Melanin gedrosselt und irgendwann ganz eingestellt. Weiße Haare haben oft einen unschönen Gelbstich. Das liegt an den freien Radikale. Eine Möglichkeit wäre also, auf eine antioxidative Ernährung zu achten. Antioxidantien können Vitamine, wie z.B. die Vitamine C und E sein. Aber auch Mineralien, z.B. Magnesium (ohne Magnesium wird Vitamin C nicht aktiv) und sekundäre Pflanzenstoffe, wie z.B. Flavonoide und Saponine, sind in Obst und Gemüse enthalten und helfen auf jeden Fall freie Radikale, bzw. die durch sie gebildeten aggressiven Sauerstoffmoleküle in den Haaren unschädlich zu machen. Natürlich gibt es auch fertige Produkte, die dafür sorgen, dass der Gelbstich nicht mehr sichtbar ist. Auf lange Sicht gesehen ist die Ernährung mit den richtigen Lebensmitteln aber vorzuziehen.

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Die richtige Pflege

Wie können Sie also graue Haare pflegen?
Da die grauen Haare nicht mehr durch ihre Farbpigmente (Melanin) vor zu viel Sonne geschützt werden, brauchen sie einen wirksamen UV-Schutz. Dafür gibt es spezielle Pflegeprodukte. Wer das nicht möchte, kann zu modischen Tüchern oder einem schicken Hut greifen.

Mit zunehmendem Alter verändern sich Hormonhaushalt und Stoffwechsel. Dadurch fehlen dem Haar meist Feuchtigkeit, Elastizität und Kraft. Zusätzlich hat das graue Haar weniger Lipide, diese binden u.a. die Feuchtigkeit im Haar. Die Aminosäuren (Proteine) L-Arginin, Glycin, L-Carnitin und L-Glutamin können dem Körper als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Sie sorgen für mehr Feuchtigkeit und regen die Kollagenbildung an, Haut und Haare werden es Ihnen danken. Zink, Folsäure und Biotin sorgen ebenfalls dafür, dass die Haare wieder elastisch sind, glänzen und einfach gesünder sind und auch so aussehen, außerdem wird so auch dem Haarausfall vorgebeugt. Haarkuren und Masken sind eine fantastische Möglichkeit seinen Haaren und damit sich selbst etwas Gutes zu tun. Damit können Sie Ihr Grau pflegen, natürlich genauso wie die noch pigmentierten Haare. Dafür brauchen Sie auch keine teuren Fertigprodukte, denn die meisten Zutaten haben Sie schon im Haus.

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Die richtige Frisur und das perfekte Styling

Egal, ob Sie sich für einen schicken Kurzhaarschnitt entscheiden oder ihr Haar lieber länger tragen, das A und O für gutes Aussehen ist ein perfekter Schnitt. Da graue Haare auch gern unterschiedlich schnell wachsen, sollte die Frisur regelmäßig vom Friseur wieder in Form gebracht werden.

Verwenden Sie hochwertige Styling-Produkte, nichts ist schlimmer als ein „verklebter Papphelm“ auf dem Kopf.

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Trendsetter sein

Tragen Sie Ihr graues Haar selbstbewusst. Demonstrieren Sie Ihre Einstellung nach außen. Sie sind eine reife, erfahrene Persönlichkeit, die das Älterwerden akzeptiert und dessen Vorteile zu schätzen weiß.

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Die richtige Kleidung um graues Haar in Szene zu setzen

Wer herausfinden will, zu welchem Farbtyp er gehört, muss verschiedene Faktoren berücksichtigen. Dazu gehören die Hautfarbe sowie Augen- und Haarfarbe. Bei einem höheren Grauanteil im Haar kann der Typ auch wechseln. Auf jeden Fall hat der entsprechende Farbtyp bestimmte Farben, die das Aussehen verbessern. Diese gilt es herauszufinden. Zum perfekten Outfit gehören natürlich auch die entsprechenden Accessoires. Tücher und Schals passend zur Kleidung, Schuhe und Handtasche und nicht zuletzt der entsprechende (Mode)Schmuck. Aber Vorsicht: Lieber Klasse statt Masse.

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Ein dezentes Make-up für den perfekten Auftritt

Hierbei gilt es, Positives zu unterstreichen und Schwachstellen gekonnt kaschieren. Wer z.B. schöne Augen hat, sollte sie betonen. Erstes Gebot muss aber immer sein, so natürlich wie möglich auszusehen. Ein natürliches Schönheitsmittel, das zudem noch kostenlos ist, ist ein herzhaftes Lachen. Lachen ist sehr gesund und hat viele gesundheitliche Vorteile. Damit verstärken Sie immer Ihre positive Ausstrahlung.

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Renaturieren

Renaturieren klingt irgendwie natürlich und täuscht darüber hinweg, dass auch hierbei mit purer Chemie gearbeitet wird. Dabei werden künstlich hergestellte Bausteine des Melanins, genauer gesagt Eumelanin, in das Haar eingeschleust. Dort entwickelt es sich dann langsam zum schwarzbraunen Farbton. Wer rote oder blonde Haare hat, wird damit kein Glück haben, diese Farben lassen sich nicht renaturieren, denn künstlich hergestellte Rot- oder Blondtöne gibt es (noch) nicht. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die Haarpracht einen Violett-Stich bekommt. Das ist aber nicht das einzig Negative. Toxikologen der Universität Kiel warnen vor dem Inhaltsstoff Bleiacetat. Alles, was auf die Kopfhaut gelangt, findet auch Zugang in unseren Körper. Das Bleiacetat lagert sich in Knochen ab und kann erhebliche Schäden verursachen. Davon betroffen sind vor Allem das Nervensystem und das Blut.

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Strähnchen

Mit blonden Strähnchen lassen sich graue Haare nicht abdecken, denn Blondierungen bleichen die Farbpigmente im Haar. Da graues Haar sowieso schon keine mehr hat, wird es also nicht klappen. Allerdings können die nicht grauen Haare mit Strähnchen versehen werden, damit das Grau nicht mehr so auffällt und hervorsticht.

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Das Grau melieren ist das gleiche Prinzip. Hier wird aber noch mehr Farbe ins Haar gebracht um eine möglichst gleichmäßige Melierung zu bekommen. Genauso wie bei den Strähnchen kann das aber auch leicht zu einem scheckigen Desaster werden. Und immer daran denken: graue Haare pflegen und nochmals pflegen.

Tipps und Hinweise

  • Auf dieser Seite, finden Sie alle Informationen zu Ihrem Typ.
  • Hier gibt es viele tolle Rezepte für Masken und Haarkuren zum selber machen.

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