Gartenweg anlegen: Die Anleitung für den Gartenweg mit Mulch

Dafür brauchen Sie kein Beton: Wer sich einen befestigten Weg in seinem Garten wünscht, kann mit etwas Rindermulch ganz einfach und unkompliziert einen Gartenweg anlegen. Besondere Vorkenntnisse sind dafür nicht notwendig. Über die konkrete Umsetzung sollten Sie sich natürlich zuvor ein paar Gedanken machen.

Gartenweg anlegen: Gute Planung ist wichtig!

Auch wenn Sie am liebsten direkt loslegen würden: Planen Sie die Streckenführung des Gartenweges möglichst exakt! Dafür kann es hilfreich sein, sich zuvor ein paar Gedanken zur optischen Wirkung zu machen. So wirkt ein schnurgerader Gartenweg zum Beispiel eher künstlich und womöglich langweilig, während Kurven natürlicher wirken. Achten Sie aber bitte darauf, dass die Kurven nicht zu scharf verlaufen – selbst der fleißigste Gärtner neigt sonst zum Abkürzen, was ja nicht Sinn der Aktion sein soll. Außerdem wichtig zu wissen: Wenn der Gartenweg quer über den Rasen verläuft, sollten die Randsteine nicht zu hoch liegen, damit Sie später beim Rasenmähen nicht hängenbleiben. Auch über die gewünschte Breite des Weges müssen Sie sich vorher im Klaren sein. Als Faustregel gilt hier: Gartenwege, auf denen zwei Personen locker nebeneinander hergehen können, sind mindestens 120cm breit. Soll der Weg nur für eine Person angelegt werden, reichen 60cm. Tipp für Fortgeschrittene: Besonders toll ist natürlich ein Weg, der seine Besucher zum Entdecken einlädt, der beispielsweise an einem Blumenbeet oder Brunnen vorbeiführt. Zumindest sollte ein schöner Gartenweg einen klaren Anfang haben und bitte nicht im Nirwana enden.

Welche Wegbeläge sind für Gartenwege geeignet?

Welche Wegbeläge für Gartenwege besonders geeignet sind, entscheidet sich in Abhängigkeit von Budget und Vorlieben. Nicht ganz billig, aber recht hübsch und praktisch ist bunter Kies. Vorteil: Kies als Wegbelag ist uneingeschränkt wetterfest. Eine preisgünstigere Alternative wäre zum Beispiel Splitt. Wenn jedoch auch kleinere Kinder den Gartenweg benutzen sollen, ist Splitt aufgrund seiner scharfen Kanten eher ungeeignet. Wen gar kein Geld für den Wegbelag ausgeben möchte, ist mit Holzhäckseln gut beraten. Nachteil: Sie müssen öfter erneuert werden. Naturfreunde sind mit einem Gartenweg aus Mulch gut beraten. Wie Sie einen praktischen Gartenweg aus Rindermulch anlegen, verraten wir Ihnen hier:

Gartenweg anlegen: So wird's gemacht!

Zuerst markieren Sie den gewünschten Verlauf des Gartenwegs mithilfe von Schnur und Holzstäbchen. Berücksichtigen Sie dabei bitte auch die Breite der Randsteine. Entlang der Markierungen können Sie den Boden nun etwa 10 cm tief mit dem Spaten abstechen. Jetzt müssen die Unebenheiten ausgeglichen werden. Mulden werden optimalerweise mit Kies aufgefüllt. Damit der Boden tritt bekommt, sollten Sie ihn mit einer Walze verdichten. Damit ihr Gartenweg stabil wird, sollten Sie natürlich auch größere Steine und Wurzelreste entfernen. Links und rechts des Gartenweges heben Sie nun einen Graben aus, welcher etwas breiter als die geplanten Randsteine sein sollte. Jetzt können Sie den Graben mit Sand auffüllen. Dies bietet sich an, da Sand als Material gut nachgibt: Dadurch ist es möglich, die spätere Position der Steine auch im Nachhinein noch zu korrigieren, so dass man einen möglichst ebenen Gartenweg anlegen kann.
Jetzt kommen die Randsteine ins Spiel. Es ist wichtig, die Steine für den Gartenweg möglichst sorgfältig und gerade zu pflastern, so dass sie eine exakte Linie ergeben. Sobald Sie mit Ihrem Ergebnis zufrieden sind, können Sie den Sand festklopfen. Die Kante zum Mutterboden soll den Steinen Rückhalt geben. Wenn Sie jetzt noch leere Zwischenräume entdecken, sollten Sie diese Mit Sand auffüllen. Jetzt können Sie den Mulch ausbringen. Achten Sie dabei bitte darauf, dass er etwas höher als der Rand wird. Achtung: Wenn der Boden sehr lehmig ist, sollten sie unter dem Mulch noch Kies als Drainage verwenden. Mit der Walze wird der Mulch nun tiefer gedrückt, er sollte letztlich unterhalb der Randsteine enden. Übrigens sollten Sie den Mulch etwa alle zwei Jahre erneuern. Tipp: Kommt es in den Wintermonaten zu Frostbeulen, so lassen sich diese ganz einfach mit einer Harke entfernen. Lästigem Unkraut können Sie auch effektiv mit heißem Wasser zu Leibe rücken. Fertig! Nun können Sie den selbstverlegten Gartenweg sofort auf seine Funktionalität testen. Darum: Fürstlich auf und ab schreiten, dabei mit Stolz die letzten lockeren Steine fest- und sich selbst auf die Schulter klopfen!

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