Ein Sommer in New York

Über zwei Jahre nachdem der Film seine Premiere beim Toronto Film Festival hatte, werden nun auch wir die nachdenklich stimmende Geschichte eines Professors und zwei illegaler Einwanderer in New York erleben dürfen. Thomas McCarthy gestaltet seinen Film mit dramatischen aber auch humorvollen Momenten.

Verzögerter Kinostart: Ein Sommer in New York

Der verwitwete und einsame Walter Vale (Richard Jenkins, „Six Feet Under“) kehrt nach längerer Abwesenheit in seine Zweitwohnung in New York zurück. Zu seinem Schrecken trifft er hier auf Tarek aus Syrien (Haaz Sleiman) und Zainab aus dem Senegal (Danai Jekesai), die von einem dubiosen Makler in Walters Wohnung einquartiert wurden, ohne dass dieser davon gewusst hätte. Die beiden machen sich sofort auf, das Appartement zu verlassen, doch Walter bietet ihnen an zu bleiben.

Zwischen Walter und Tarek entwickelt sich eine Freundschaft, als der junge Mann dem alten Professor das Djembé-Spielen beibringt. Gerade als Walter beginnt aufzublühen, wird Tarek bei einer Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn verhaftet, da er sich illegal in den Vereinigten Staaten aufhält. Walter versucht nun gemeinsam mit Tareks Mutter Mouna (Hiam Abbass) die Bürokratie zu überwinden, Tarek aus der Untersuchungshaft zu bekommen und dafür zu sorgen, dass das Paar in den USA bleiben kann.

Drama und Komödie treffen sich in dieser außergewöhnlichen Geschichte

Wie schon in seinem Vorgängerfilm „Station Agent“ analysiert Regisseur/Drehbuchautor und Schauspieler Thomas McCarthy auch in „Ein Sommer in New York – The Visitor“ nicht nur die zwischenmenschlichen Gefüge, sondern auch die amerikanische Gesellschaft an sich, die sich gerade in Bezug auf Immigranten seit dem 11. September 2001 stark geändert haben. Die Prämisse des Films mag dabei etwas lebensfremd sein, dafür ist seine Botschaft aber umso lebensbejaender.

[youtube qQhm09IzM-I]

Warum der Film, für den Hauptdarsteller Richard Jenkins immerhin für den Oscar nominiert wurde, erst jetzt in die Kinos kommt, ist nicht wirklich nachzuvollziehen. Bereits 2007 wurde „Ein Sommer in New York“ vorgestellt, kam im April 2008 in die amerikanischen Kinos und wird nun ab dem 14. Januar 2010 auch in Deutschland zu sehen sein.

4 Meinungen

  1. Endlich kommt der Film in die deutschen Kinos… hat ja auch lang genug gedauert, der Film ist 2007 gedreht worden!

  2. In einer Szene in der Zianib Tarek an die Abholung eines Tisches erinnert nennt er sie „meine Geliebte“ leider habe ich das Wort vergessen, kann mir jemand sagen was er genau sagt?
    Es klang nach Habite..oder ähnlich!

  3. Habibi hat er sie genannt und später hat seine Mutter den Begriff für Walter benutzt.

  4. Er hat sie „Habibti“ genannt,das ist die weibliche Form.. Habibi,wie Mouna Walter beim Abschied nennt, ist die männliche Form..

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.