Charly Chaplin: Die 10 besten Stummfilme des britischen Komikers

Der in England geborene Komiker Charly Chaplin war zudem Schauspieler, Regisseur und Komponist. Chaplin verstand es die Leute in Zeiten zum Lachen zu bringen, in denen sie meist nicht viel zu lachen hatten – und das meist ganz ohne viel Worte! Sehr stereotyp und karikaturesk mit übergroßem Gehrock, dem Spazierstock, dem so markanten Zweifingerbart und der Melone auf dem Kopf wurde dieser Komiker zur Filmlegende. Welches seine zehn besten Filme sind, hier ein Überblick:

Charly Chaplin: Die Top 10

1

Modern Times (1936)

Von 1933 bis 1936 wurde der amerikanische Film „Modern Times“ (Trailer) fertiggestellt und greift die Figur des Tramps aus einem seiner beliebten Kurzfilme darin auf. Darin werden thematisch auch die schweren Zeiten der Massenarbeitslosigkeit und der Weltwirtschaftskrise aufgegriffen. Ganz besonders und auf eine ganz eigene Art und Weise wird hier mit dieser Krisenzeit durch die Intonation von Musik und Geräuschen gearbeitet, doch handelt es sich im Großen und Ganzen (wie typisch für Charly Chaplin) um einen Stummfilm.

2

City Lights (1931)

Mit dem Film „City Lights“ (Trailer) feierte Chaplin einen seiner größten Erfolge. Trotzdem es damals schon den Sprechfilm gab, drehte Chaplin „Lichter der Großstadt“ als Stummfilm und parodierte quasi diese neue Form des Filmes durch seine strikte Verweigerung von Sprache. Auch in diesem Film verarbeitete Chaplin seine beliebte Figur des Tramps, der sich in ein armes, blindes Mädchen verliebt und diesem unter vollem Körpereinsatz und mit mühsam zusammengekratztem Geld helfen möchte. Natürlich ist das blanke Chaos dabei schon vorprogrammiert. Sehr lustig und mit viel Humor ist dieser Film voller Slapsticks à la Charly Chaplin.

3

The Great Dictator (1940)

„The Great Dictator“ (Trailer) gilt als einer der wichtigsten Anti-Kriegs-Filme. Zugleich handelt es sich um einen der ersten Sprechfilme Chaplins. Er produzierte ihn im Jahr 1940 und bearbeitete damit satirisch und mit fiktionaler Sprache den deutschen Nationalsozialismus und die Hitlerdiktatur. Doch ist dieses kein normaler Sprechfilm, da die darin verwandte Sprache eine Phantasiesprache aus einer Mischung zwischen Deutsch und Englisch ist. Der Film berichtet von dem Leben des jüdischen Friseurs, der zwanzig Jahre in einem Hospital lebte und nichts von dem Machtwechsel der Nationalsozialisten mitbekommen hat. Doch dann wird er entlassen und er betreibt mit Hingabe seinen Friseurladen und träumt von der Flucht mit seiner geliebten Hannah. Er verhält sich gegenüber den Sturmtruppen respektlos und gefährlich ehrlich, ohne zu ahnen, was die grausamen Konsequenzen sein könnten. Chaplin gab diesem Protagonisten keinen Namen, da er als Stellvertreter des Volkes im Allgemeinen verstanden werden sollte. Widerstand beginnt beim Einzelnen und dementsprechend persifliert Chaplin das gesamte NS-Regime mit einer entlarvenden Ehrlichkeit.

4

The Kid (1921)

Der Chaplin-Klassiker „The Kid“ (Trailer) ist in Deutschland auch unter dem Namen „Der Vagabund und das Kind“ bekannt und einer der ernsteren Filme Chaplins. Zufällig kommt der Vagabund, gespielt von Chaplin, zu einem ausgesetzten Kind und kümmert sich darum. Die Mutter, die es zunächst weggegeben hat, ist schon auf der Suche danach, muss jedoch einsehen, dass sie keine Chance hat, es wiederzufinden. Das Chaos scheint perfekt, als die Mutter nach einigen Jahren doch unverhofft auf Charly und ihren lange vermissten Sohn John trifft.

5

The Goldrush (1925)

Über die Komödie „The Goldrush“ (Trailer) hat Chaplin selbst einmal gesagt: „Mit diesem Film möchte ich in Erinnerung bleiben“ und hielt diesen für seinen besten Film. Auch die zwei Oscarnominierungen für Ton und Filmmusik gaben ihm da Recht. Als Vorlage diente dem englischen Komiker die damalige Donner-Tragödie. Bei dieser Tragödie in der Sierra Nevada wurde ein Trupp von Goldsuchern vom Schnee eingeschlossen und bei der ausweglosen Aussicht entbrannte Kannibalismus. Der Tramp, alias Chaplin, ist auch in solcher Lage in Alaska gefangen und erlebt die raue Natur des Schneetreibens während einer Goldsuche. Zum Schluss gilt es nicht mehr Gold zu bergen, sondern sein eigenes Leben! Sehr lustige Verwicklungen entstehen da in diesem Schneetreiben.

6

The Circus (1928)

Wie der Zufall es so will entwickelt sich im Film „The Circus“ (Trailer) aus einer anfänglichen Polizeijagd etwas Famoses: eine Anstellung beim Zirkus. Chaplin, hier wieder in der Rolle des Tramps zu sehen, begeistert durch seine unfreiwillige Komik das Zirkuspublikum und verliebt sich in die Kunstreiterin. Doch muss er bald das Feld für einen anderen räumen. Chaplin bekam für diesen Stummfilm einen Ehrenoscar für die darin gebotene Wandlungsfähigkeit als Darsteller, Autor, Produzent und Regisseur des Films. Einzigartig!

7

The Tramp (1915)

Der „Tramp“ (Trailer) erzählt die Geschichte eines jungen Burschen, der die Farmertochter Edna vor lästigen Verehrern beschützt und als Dank bekommt er einen Job auf der Farm des Vaters. Seine ehrlichen Absichten mit der Farmerstochter scheinen aber nichts zu nützen. Warum, das müssen Sie wohl selbst herausfinden und sich diesen Kurzfilm einfach anschauen.

8

Pay Day (1922)

Die Auftragsarbeit „Pay Day“ (Trailer) zeigt amüsante Arbeitsmethoden von Baumarbeitern (darunter: Charly) während der Arbeit. Nur dann wird schnell gearbeitet, wenn der Chef auch wirklich hinguckt. Als die Entlohnung am Zahltag nicht so ausfällt, wie er sich das gedacht hat, betrinkt sich Charly kurzerhand auf dem Heimweg. Doch es dauert und dauert und das Unglück nimmt so allmählich seinen Lauf…

9

A Dog's Life (1918)

Das Drama „A Dog's Life“ (Trailer) zeigt Chaplin, der arbeitslos und hungrig auf der Straße umherzieht und einen Geldbeutel findet. Irgendwie schafft er aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Wie müssen Sie schon selbst in Erfahrung bringen! Ein eher nachdenklicher Film mit emotionalem Tiefgang.

10

The Idle Class (1921)

In dem Film „The Idle Class“ (Trailer) persifliert Chaplin das Leben der Upper Class und berichtet mit viel Humor von dem nur scheinbar perfekten Leben der Schönen und Reichen. Der Komiker bricht in seiner gewohnten Rolle des Tramps in diese vermeintlich heile Welt ein und es kommt natürlich zu diversen grotesken Verwirrspielen. Auf einem Kostümball wird das ärmliche Aussehen des tramps als Maskerade verstanden und so wird er in den elitären Kreis eingeführt. Natürlich verliebt er sich auch in die unglückliche Frau eines Trinkers und die Show kann beginnen.

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