37 Grad Menschen intensiv auf ZDF

Dienstags 22:15 Uhr im Zweiten (ZDF) sehen wir Menschen einmal anders. Schicksale, die das Leben in unserer heutigen Gesellschaft widerspiegeln. Die Kamera folgt den Spuren des Einzelnen, in einem Winkel von 37 Grad.

37 Grad: Ein Mosaik, das das Leben zeigt

Schon der Vorspann der Sendung verweist auf die enorme Bandbreite von Themen, die das Menschsein betreffen. Jung wird alt, alt bleibt jung. Liebe und Leidenschaft, Leben und Tod. Eben das Leben in all seinen Facetten. Abgründe, Höhenflüge, mit allem was dazu gehört. Am Ende siegt die Hoffnung.

Die Dokumentationen dieser Reihe behandeln brisante Themen. Von Kindern, deren Mütter geistig behindert sind, über Teenager, die Darstellungen von Pornografie und Gewalt im Internet verfallen, bis hin zu Zwangsehen anderer Kulturen innerhalb Europas. Meist wird die Tragweite der jeweiligen Problematik anhand subjektiver Sichtweisen mehrerer Betroffener geschildert.

Titel wie „Zur Heirat verurteilt.“ (25.05.2010), „Verliebt, vertraut, verschuldet. Im Irrgarten der Liebe“ (28.07.2009) oder „Gefangen im Netz. Von Abenteuer und Mediensucht“ (04.12.2007) versprechen somit, eher die Schattenseiten des Lebens zu beleuchten. Doch was führt diese Menschen zurück zum Licht?

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Die 37 Grad Titelmusik

Die Liebe zum Leben! Nur sie schenkt denen, vom Schicksal gebeutelten Menschen, Kraft und Mut, all das durchzuhalten. Repräsentativ für derartige Einzelfälle innerhalb jener Doku-Serie ist der junge Mann in dem Film „Kein Schritt ohne Risiko. Als Soldat in Afghanistan“ (02.03.2010). In der ersten Sequenz sehen wir ihn dynamisch sportlich vor eisiger Winterlandschaft auf dem Rennrad. Die Perspektive wechselt. Er hat eine Prothese. Ein Selbstmordattentat in Kabul kostete ihn das Bein. Das Thema: Traumatisierte Soldaten. Ein Schicksal vieler. Ergreifend, ja erschütternd, dokumentiert.

Doch es geht immer weiter. Im Titelsong „Was es ist“ von MIA heißt es: „Ich freu‘ mich auf mein Leben / Mache frische Spur’n in den weißen Strand“. Der junge Mann von eben ist jetzt deutscher Meister im Behindertenradrennen. Das Leben geht weiter! Nur anders.

Herausragend innerhalb der ZDF-Doku-Reihe ist der Beitrag „Mira – Mein Stern“ (04.05.2010). Die Autorin Iris Pollatschek dokumentierte zehn Jahre lang das Leben der alleinerziehenden Mutter Sally Wenger, deren Tochter Mira an Mucopolysaccharidose, einem unheilbaren genetischen Defekt leidet. Mira wird nur 14 Jahre alt. Der Tod als Teil des Lebens. Ein Film, der trotz seiner enorm traurigen Thematik eine Hommage an das Leben ist. Und wir sehen, wie es ist: nicht immer leicht, aber Wert darum zu kämpfen.

Weitere Informationen zu 37 Grad finden Sie auf der offiziellen Homepage.

                                                     

 

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