Zwiebelsuppe machen: Einfaches Rezept für kalte Tage

Zwiebelsuppe: eine Kindheitserinnerung

Wenn die Tage wieder kürzer und die frühen Abendstunden kühler werden, schleichen sich manchmal  Erinnerungen an leckere Speisen aus meiner Kindheit ein. Das heißt, heute finde ich sie lecker, ich bin mir nicht sicher, ob mir das als Kind ebenso ging. Zwiebelsuppe in weißen Suppentassen mit kleinen Löwenköpfchen drauf wurde bei uns zuhause dampfend serviert. Und das, obwohl nicht französische Küche vorherrschte, sondern die Rheinländische.

Das Süppchen gehörte lange zu den verloren gegangenen Rezepten aus fernen Zeiten. Jedoch ist sie, richtig zubereitet, eine wahrhaft schmackhafte Angelegenheit und soll somit doch wieder ein ständiger Vertreter auf dem persönlichen Speiseplan werden. Besonders jetzt, in kühlen Herbstabenden, mit einem leckeren Weißwein dazu…

Die Zwiebelsuppe: eine ehemalige Armenspeise erobert die französische Küche

Die echte französische Zwiebelsuppe besteht aus, klar, Zwiebeln, Wasser und Brot. Zutaten ohne teures Fleisch, die selbst in Notzeiten, wie zum Beispiel während der Französischen Revolution oder der Fastenzeit, zur Verfügung standen. So kredenzt wurde die Soupe d’oignons aux Halles als Imbiss in den Markthallen von Paris verkauft. Später wurde das Süppchen mit Weißwein und Käse verfeinert und wurde zu dem, was sie heute ist: eine leckere Vorspeise und Delikatesse. Die französische Küche räumt ihr einen Spitzenplatz ein und auch hierzulande kennt man sie als Hors d’œuvre oder Entrée für ein Festtagsessen.

Das I-Tüpfelchen: Brot mit Käse überbacken

Immer wieder lese ich einmal von den Schwierigkeiten, den Käse auf die Suppe zu bekommen. Meist liegt es daran, dass das gereichte Weißbrot ausschließlich als Beilage gedeutet wird. Dabei machen gerade die Brotscheiben, mit Käse im Ofen überbacken, die Brothaube der Suppe aus. Also: ein Teil des Brotes wird auf die Suppe gegeben, und mit Käse im Ofen überbacken, wie im Rezept beschrieben. Ganz wichtig!

Quelle: Dr. Oetker

Zwiebelsuppe : Die Zutatenliste

Zutaten für 4 Personen

  • 600 g Zwiebeln
  • 50 g Butter (Veganer nehmen Margarine)
  • 850 ml Rinderbrühe (Vegetarier nehmen Gemüsebrühe)
  • 150 ml Weißwein (die einfache Hausmarke tut´s)
  • Salz
 

  • frisch gemahlener weißer Pfeffer
  • Brothaube: 30 g Butter
  • Brothaube: 8 Scheiben Baguette
  • Brothaube:50 g geriebener Parmesan (alternativ Bergkäse, jedoch kein Gouda o.ä.)
 

Zwiebelsuppe : Die Zubereitung

1

Ofentemperaturen, Vorheizen

Den Grill des Backofens vorheizen. Ober-/Unterhitze: etwa 250°C.Heißluft: etwa 230°C
2

Die Zwiebeln zubereiten

Zwiebeln abziehen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Ich finde eigentlich, am besten geht es mit der Küchenmaschine. Butter in einem Topf zerlassen (mit Butter schmeckt es einfach doppelt lecker. Ich empfehle an dieser Stelle nur Veganern den Einsatz von Margarine). Die Zwiebelscheiben darin unter Rühren bei mittlerer Hitze andünsten. Die Brühe (vegetarisch wird´s mit Gemüsebrühe) hinzugeben, aufkochen und mit Deckel bei mittlerer Hitze in etwa 15 Minuten garen.
3

Den Wein angießen

Weißwein in die Suppe geben und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eine einfacher Hauswein ist völlig ausreichend. Er sollte natürlich sauber und trocken sein.
4

Das Brot rösten

Butter in einer großen Pfanne zerlassen und die Baguettescheiben darin von beiden Seiten goldgelb werden lassen. Die Scheiben sind ein Bestandteil der Brothaube.
5

In Suppentassen füllen, Brothaube kredenzen

Die Suppe in große, hitzebeständige Suppentassen füllen, die Baguettescheiben darauf legen und mit Parmesan bestreuen. Die Suppentassen auf dem Rost in den Backofen schieben und solange backen, bis der Käse leicht gebräunt ist. Sofort heiß servieren.
6

So nebenbei: kleine Tipps

Ein Zwiebelsüppchen gehört, auch wegen der Brothaube, nicht in Suppenteller, sondern in Suppentassen. Schon bei IKEA gibt es kostengünstige Varianten. Wenn Sie die französische Suppe als kleines Entrée servieren möchten, dann genügen 450 g Zwiebeln, 45 g Butter, 6 Baguettescheiben und 45 g Parmesan.
Schwierigkeitsgrad:  

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Eine Meinung

  1. Die Tomate ist wirklich die ideale Gemüsepflanze. Wir haben sie viele Jahre auf dem Balkon gezogen und später auch im Garten. Ist sie unser Lieblingsgemüse. Dass sie gesund ist und wenige Kalorien hat weiß wohl jeder.Wir arbeiten schon immer mit Samen, Pflanzen waren uns zu teuer und oft ist die Qualität nicht die beste. Darüber hinaus gibt es als Samen viel mehr Sorten.Beim Säen gibt es eigentlich nichts zu beachten, außer dass man darauf achten sollte, dass sie nicht zu schnell schießen. Licht und Wärme beachten.Gruß Peter Wimmer

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