Walter Gropius: Bauhaus Direktor der ersten Stunde

Nachdem der erste Direktor und Gründer des Bauhaus, Walter Gropius, Architektur in München und Berlin studiert hatte, arbeitete er einige Zeit im  Büro von Walter Behrens, bevor er sich 1910 mit einem eigenen Architekturbüro selbständig machte. Mit dem Bau des Fagus-Werks in Alfeld setzte er 1911 neue Maßstäbe.

Mit diesem Industriebau aus Glas- und Stahlkonstruktionen legte er den Grundstein für eine neue Form des Bauens. Als deutscher Architekt wurde er daher 1919 von dem belgischen Architekten Henry van de Velde – derzeit Leiter der „Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Künste“ in Weimar – als Nachfolger für das Amt des Direktors vorgeschlagen.

Gropius und das Bauhaus

Unter neuer Leitung und neuem Namen erschuf Walter Gropius mit dem „Staatlichen Bauhaus in Weimar“ eine der berühmtesten Kunst– und Designeinrichtung der klassischen Moderne. Der Lehrplan wurde völlig umstrukturiert und die übliche Trennung von Kunst und Technik wurde aufgehoben. Sowohl Künstler als auch Handwerker besuchten die gleichen Grundkurse für Form- und Farbgebung und Materialbeschaffenheit. Dabei arbeiteten sie in den Bauhaus-Werkstätten in Bereichen wie Druckerei, Glasmalerei, Metallwerkstatt Tischlerei, Weberei, Fotografie usw.

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In dieser Zeit arbeitete Walter Gropius mit Künstlern, wie Wassily Kandinsky, Paul Klee oder Oskar Schlemmer zusammen, die die Einrichtung zu einer der führenden Hochschulen für Architektur, Kunst und Design machten. 1925 begleitete Walter Gropius den Umzug der Schule von Weimar nach Dessau, bevor er drei Jahre später sein Amt an den schweizer Architekten Hannes Meyer übergab. 1930 übernahm Ludwig Mies van der Rohe die Leitung und begleitetet zwei Jahre darauf den Umzug nach Berlin.

1933 wurde das Bauhaus von den Nationalsozialisten zur Auflösung gezwungen. Das Bauhaus Archiv Museum für Gestaltung in Berlin vermittelt einen interessanten Überblick über die Wirkung der bedeutendsten Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert: Das Bauhaus.

Ein Projekt, das mit dem Namen Walter Gropius nicht unerwähnt bleiben soll, ist die Gropiusstadt. Es handelt sich hierbei um einen eigenen Ortsteil im Berliner Bezirk Neukölln, der zwischen 1962-1975 erbaut wurde und mittlerweile zu 90 % aus Sozialbauwohnungen besteht.

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