Waffenstillstand: Fesselndes Drama von Lancelot von Naso

Mit „Waffenstillstand“ macht Regisseur Lancelot von Naso auf ein zunehmend ins Vergessen geratendes Thema aufmerksam: die tragische Situation der Menschen im Irak, die zwischen Bombenanschlägen, Armut und Angst einem täglichen Überlebenskampf ausgeliefert sind. Auf eine sehr realistische Weise bekommt der Zuschauer einen Einblick in einen Alltag, der unerträglich erscheint.

Waffenstillstand – mit Thekla Reuten und Max von Pufendorf in den Hauptrollen

Die Ärztin Kim (Thekla Reuten), die für eine Hilfsorganisation arbeitet, ist entschieden, die 24-stündige Waffenruhe zwischen den US-Truppen und den irakischen Rebellen für einen Transport von Medikamenten von Baghdad nach Felludscha zu nützen. In einem Krankenhaus warten viele Verletzte, die auf schnelle medizinische Hilfe angewiesen sind.

Kim mißachtet das Einreiseverbot in die besetzte Stadt und nimmt neben ihrem Kollegen Alain (Matthias Habich) den Journalisten Oliver (Max von Pufendorf) und seinen Kameramann Ralf (Hannes Jännicke) auf die abenteuerliche Reise mit. Die beiden TV-Reporter versprechen sich eine authentische Story, ohne zu wissen in was für eine Gefahr sie sich begeben. Kim hat allen verschwiegen, dass ihnen die Einreise nach Felludscha aus Sicherheitsgründen verweigert wurde und schon sehr bald wird das Abenteuer durch die Wüste in einem ungepanzertem Kleinbus zu einem Spießrutenlauf.

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Der atemberaubende Mix aus Drama, Politthriller und Abenteuerfilm zeigt auf sehr packende Art und Weise Menschen in einer Ausnahmesituation.

Preisgekrönter Kriegsfilm

Die deutsch-schweizerische Koproduktion wurde übrigens in Marokko gedreht und ist inzwischen schon mit dem Publikumspreis, dem „Förderpreis Deutscher Film“ und dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet worden. Der Film, der das Leid in einem Krisengebiet thematisiert, wird auch auf dem Amnesty International Film Festival Ende März in Den Haag vorgeführt.

Am 01. April 2010 kommt „Waffenstillstand“ in die Kinos.

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