Suicide Club: preisgekröntes Drama von Olaf Saumer

Der Suicide Club besteht aus fünf Menschen, die sich nicht kennen und dennoch die Entscheidung getroffen haben, gemeinsam das höchste Dach der Stadt zu nutzen, um aus dem Leben zu scheiden. Gleich zu Tagesbeginn wollen Alone, Dark, Träne, 22/04 und Grashalm, die sich bislang nicht einmal kennen, gemeinsam springen. An diesem Tag werden sie etwas über die anderen Menschen und vor allem über sich selbst lernen.

Suicide Club: Kinofilm als Abschlussarbeit von Olaf Saumer

Sie kennen von den anderen die richtigen Namen nicht, doch wissen sie alle, dass sie aus ihren jeweils eigenen Gründen des Lebens überdrüssig sind. Also beschließen sie, die letzte Reise gemeinsam anzutreten. Doch es kommt anders und plötzlich sitzen die fünf Selbstmörder auf dem Dach fest und warten auf eine zweite Chance zu springen am Abend. In ihren Gesprächen stellen sie nach und nach fest, wer da mit ihnen auf dem Dach steht und warum.

Olaf Saumer hat die Geschichte als Abschlussarbeit an der Kunsthochschule Kassel angelegt. Als Schauspieler in diesen schwierigen Rollen setzt er aus dem Theater bekannte, im deutschen Film glücklicherweise unverbrauchte Gesichter ein (beispielsweise Klaus-Dieter Bange, „Hallesche Kometen“, Hildegard Schroedter, „Der Vorleser“ und Katja Goetz, „Gabba Gabba Hey – Das Ramones Musical“) so dass ihm eine gewisse Authentizität gelingt, denn nicht nur die Figuren sind untereinander unbekannt, auch die Zuschauer verbinden mit ihnen nur die jeweils präsentierten Lebensgeschichten.

Interfilmpreis für Drama und Tragikomödie

Das Drama von Regisseur Olaf Saumer sollte nicht mit dem gleichnamigen japanischen Horrorfilm von 2002 verwechselt werden. Die fünf Selbstmörder auf dem Dach stehen eher in der Tradition des „Breakfast Club“ von John Hughes, wenn sie eben nicht auf spektakuläre Weise zu Beginn des Films vom Hochhaus springen, sondern den Tag damit verbringen, sich den ihnen völlig fremden Menschen zu öffnen.

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Suicide Club von Olaf Saumer wurde mit dem Interfilmpreis 2010 beim Max Ophüls Festival ausgezeichnet und hat am 21. Oktober 2010 Kinostart.

Suicide Club
Regie, Drehbuch, Produktion, Schnitt: Olaf Saumer
Co-Autor: Martin Saumer
Mit: Klaus-Dieter Bange, Hildegard Schroedter, Katja Goetz, Mathieu Süsstrunk, Arne Gottschling
Drama/Tragikomödie
Länge: 96 Minuten

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