Kategorie: Krisen & Konflikte
Von politischer Krise bis zum Arbeitnehmerstreik werden hier die aktuellen Entwicklungen thematisiert. Jetzt informieren und auf dem neusten Stand bleiben!
Wie zu hören ist, liegt der deutschen Regierung bislang keine Anforderung von Truppen aus dem Libanon vor. Solange die Libanesen den deutschen Beitrag nicht anfordern, kann die Anforderung logischerweise auch nicht von der UNO auf ihre Konformität mit der zugrundeliegenden Resolution überprüft werden. Nach meiner Meinung sollte sich Deutschland ohnehin nicht an dem bunten Treiben in Nahost beteiligen, von daher ist´s mir so recht. Aber was sagt das über die Ernsthaftigkeit der libanesischen Regierung in der Frage dauerhaften Friedens mit Israel und der Entwaffnung der Hisbollah aus?
Wie kann man den Nahost-Konflikt in den Griff kriegen? Mit Geld! Sagt zumindest Douglass North, Wirtschaftshistoriker und Nobelpreisträger.
Vor einigen Tagen erschien in der FAZ ein Artikel über die Aufbauhilfe, die die Hizbullah großzügig unter den Menschen verteilt, die durch den Krieg obdachlos wurden. Und ich fragte mich, woher haben die bloß das Geld.
Der Dank gilt der israelischen Regierung, die macht Waffen russischer Bauart für die hohen Verluste im jüngsten Libanonfeldzug verantwortlich und damit unfreiwillig Werbung für die postsowjetische Rüstungsindustrie.
Laut einem
Bericht von USAToday haben US Diplomaten Mitte Juli eine Lieferung von Raketen und Abschussrampen von Teheran an die Hisbollah aufgehalten.
Die Hoffnungen des letzten Jahres, der Konflikt zwischen Tamilen und Singhalesen könne doch noch ein Ende finden, wird dieser Tage wieder ad absurdum geführt. Dabei kann an diesem Konflikt studiert werden, wie die Wahrheit das erste Opfer des Krieges geworden ist. Zivilisten sterben und keiner will es gewesen sein? Oder waren es doch Soldaten? Nun ist die Situation alles andere als leicht durchschaubar und die Kontrahenten tragen nicht unerheblich dazu bei.
Noch am Freitag
fragte sich Chefarztfrau, ob der aktuelle Konflikt im Libanon das Vorspiel zu einem noch größeren Krieg gegen den Iran sein könnte. Heute nun legt kein geringerer als
Seymour Hersh nach ? mit dem gleichen Ergebnis.
Das perfide daran ist, ob sie erfolgreich sind oder nicht, spielt keine Rolle. Ihren Zweck erreichen Terroristen auf jeden Fall, egal ob die Ausführung gelingt.
Vielsagend hat US-Außenministerin Condoleezza Rice die Ereignisse als „Geburtswehen eines neuen Mittleren Ostens bezeichnet?. Während die internationale Diplomatie eine vergebliche Friedensinitiative nach der anderen startet, bereiten Israels Streitkräfte eine umfassende Bodenoffensive vor. Der Einsatz von bis zu 30.000 Soldaten ist geplant.
Was haben Henryk M. Broder, Zbigniew Brzezinski, Frank A. Meyer und Uri Avnery gemeinsam?
