Die Welt steht still, wenn des Terroristen Hand es will

family: Verdana“>TERROR – ein Wort hält die Welt seit 2001 in Atem. Nichts ist`s mit der neuen friedlichen Weltordnung nach Ende des „Kalten Krieges“. Ade Friedensdividende, ade friedliche Welt. Statt dessen Angst, Verunsicherung und neue Kriege. Und Terror. Oder ist Terror = Krieg?

family: Verdana“>Die USA sehen dies so, sie befinden sich im „War on terror“, also im „Krieg gegen den Terror“. Auch Deutschland und seine europäischen Nachbarn kämpfen in der großen Anti-Terror-Allianz gegen den Terrorismus – in Afghanistan, dem Irak und anderswo auf der Welt. Doch wie kann man diesen Kampf/Krieg gewinnen?

Europa hat in den letzten Jahrzehnten Erfahrung im Umgang mit Terroristen gesammelt, egal ob die RAF in Deutschland, die „Roten Brigaden“ in Italien, die „Action Directe“ in Frankreich oder die ETA in Spanien – fast alle europäischen Länder kennen Terror aus eigener Erfahrung. Doch während der Terrorist der alten Schule noch politische Forderungen stellte, die er mittels Geiselnahmen oder Anschlägen durchzusetzen versuchte, stellt der neue Terror keine Forderungen, er ist nicht greifbar und nur schemenhaft erkennbar.

Dem neuen Terroristen ist es auch egal ob er überlebt oder nicht – es wartet ja angeblich bereits ein besseres Jenseits auf ihn. Wozu also noch im Diesseits verweilen? Das macht die Bekämpfung nicht leichter und ist gleichzeitig die größte Gefahr des neuen Terrors. Im Irak sterben täglich Dutzende Menschen durch Selbstmordanschläge, die Anschläge des 11. September – Selbstmordattentate, die von Madrid – Selbstmordattentate, die von London – Selbstmordattentate. Doch was kann man gegen zum Tod bereite Menschen ausrichten? Wenig.

Gelingt es sie aufzuhalten, bricht trotzdem Panik aus. Was wenn noch mehr drinstecken? Was wenn nicht alle gefasst wurden?

Tötet man sie beim Versuch sie aufzuhalten sind sie Märtyrer.

Haben sie „Erfolg“, ist die Panik und der Schaden umso größer.

Verstärkt wird die Wirkung des Terrors durch Medien. Sie transportieren die Bilder des Schreckens in die Wohnstuben von Otto-Normal-Bürger der sich plötzlich in seiner Idylle bedroht fühlt. Was wenn ausgerechnet mein Flieger nach Mallorca von Terroristen heimgesucht wird? Was wenn meine Stadt betroffen ist? Unsicherheit breitet sich aus, wie ein schleichendes Gift.

Damit hat der Terror sein Ziel erreicht, denn er zielt auf die Erzeugung von Unsicherheit. Gelingt dies hat er Erfolg. Kann man Unsicherheit mit Krieg bekämpfen? Vielleicht. In Afghanistan wurde Al-Qaida wichtiger Operationsbasen beraubt. Im Irak hingegen droht ein Fiasko. Sollte das Land im Bürgerkrieg versinken, könnte es Afghanistan als Operationsbasis ablösen.

Was hilft aber dann gegen Terror?

Was kann Menschen davon abhalten, ihr hiesiges Leben gegen ein angeblich besseres im Jenseits einzutauschen?

Antworten?

6 Meinungen

  1. Antwort: Wir Deutschen sind deshalb keine Terroristen, weil wir friedlich in unserem Land leben dürfen. Bei uns leben nicht 4 Millionen Polen in Lagern, Türken bekommen auch fließendes Wasser und ostfriesische Widerständler werden nicht in ihren Fischerhütten „eliminiert“.

  2. dazu passend bei mir im Blog: al-Qaida, das Dienstleistungsunternehmenschönen Montag noch!Claudius

  3. Oh, entschuldigt, dass war der falsche Link. Hier gehts zu al-Qaida, dem Dienstleistungsunternehmen: http://www.al-safar.de/al-qaida-das-dienstleistungsunternehmen

  4. Die Idee mit Al-Qaida als Markenzeichen klingt doch ziemlich einleuchtend. UBL und Co geben ihren, späötestens nach 9/11 weltweit bekannten Namen her und lassen, quasi in Auftragsarbeit, Anschläge von Anhängern weltweit ausführen. Das ganze ist also so eine Art Frandchise Unternehmen – Bin laden ist der Chef und andere können sich, unter Einhaltung der religiösen Vetragsbestimmungen anschliessen und Teil des UBL Unternehmens werden. Die Einlassung zum Dienstleistungsunternehmen kann ich dagegen nicht so ganz nachvollziehen.

  5. ich erlaubte mir, deinen Kommentar auch unter den Beitrag al-Qaida, das Dienstleistungsunternehmen zu setzen. Was dagegen? 😉

  6. nein, natürlich nicht 🙂 ich freue mich doch immer wenn ich zitiert werde….

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