Philippe Coutinho – Super-Deal oder doch nur ein Missverständnis?

Der FC Bayern wurde auf dem Transfermarkt lange Zeit belächelt. Sämtliche Wunschspieler für die Offensive haben abgesagt oder man konnte sich mit den abgebenden Klubs nicht auf einen Wechsel verständigen. Es sah ganz danach aus, als würde es ein Transfersommer zum Vergessen werden. Bis zum 1. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison. Nach der Verpflichtung von Ivan Perisic auf Leihbasis folgte der von Fans und Medien herbeigesehnte Kracher. Philippe Coutinho, ein Weltstar, kommt vom FC Barcelona.

 

Der Brasilianer soll den FC Bayern auf ein neues Level heben, auf eine Stufe mit Barca, Manchester City oder den FC Liverpool. Für einen Rekord hat der Neuzugang schon wenige Stunden nach seiner Verpflichtung gesorgt. Erstmals knackten die Bayern die Marke von einer Million Likes für einen ihrer Posts bei Instagram. Bald sollen sich die Erfolge auch auf dem Platz einstellen.

 

In Barcelona gescheitert

 

Doch was ist von einem Spieler zu erwarten, der als Weltstar angepriesen wurde, in Barcelona aber nicht über die Reservistenrolle hinauskam. Vielmehr noch: Die Zeitungen in Katalonien sprachen sogar über den teuersten Fehlgriff der Blaugrana aller Zeiten. Und dieser Mann soll die große Hoffnung in München werden?

 

Coutinho steht bei den Bayern höllisch unter Druck. Er muss funktionieren. Nicht nur wegen der Erwartungshaltung des Klubs, der Fans und der Medien. Auch für sich selbst. In Barcelona hat es nicht geklappt. Dass er aber unbestritten einer der begabtesten Fußballer der Welt ist, hat er während seiner Zeit in Liverpool mehr als einmal bestätigt. Nicht umsonst legte Barca bei seiner Verpflichtung 140 Millionen Euro auf den Tisch. Bei Barcas Meisterschaft in der vergangenen Saison spielte Coutinho allerdings nur eine Nebenrolle und auch ohne den Brasilianer handelt Rizk, eines der laut Casino Wings besten deutschen Online Casinos, Barcelona für die Saison 2019/20 mit einer Quote von 1,70 als den Favoriten auf den Sieg in der heimischen Liga. Der Hauptgewinn war Coutinho für die Blaugrana daher sicherlich nicht. Der Hauptgewinn war Coutinho für die Blaugrana jedoch sicherlich nicht.

 

Der nächste James Rodriguez?

 

Für die Bayern soll er es werden. Coutinho hat den Ruf als Superstar. So, wie es auch bei James Rodriguez der Fall war. Doch der Kolumbianer ist in München kläglich gescheitert. Vielleicht lag es am Trainer, vielleicht aber auch an seiner mangelnden Bereitschaft, sich für die Mannschaft aufzuopfern und seine persönlichen Interessen hinten anzustellen. Mit James hatten die Münchner eine internationale Marke. Den vielleicht größten Superstar neben Lionel Messi und Neymar in Südamerika. Diese Rolle konnte er in München und auch bei Real Madrid nie bestätigen. Ein großer Name alleine reicht eben nicht aus.

 

Für Coutinho liegt die Messlatte nicht weniger hoch. Sein Debüt ist durch die Lewandowski-Gala auf Schalke etwas untergegangen. Doch schon bald will der Dribbelkünstler aus Südamerika die Bundesliga mit seiner Genialität verzücken und sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Bayern-Familie machen.

 

Die Bayern gehen auf Nummer sicher

 

Zugegeben, ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufoption ist für den deutschen Rekordmeister ein überschaubares Risiko. Funktioniert es mit Coutinho nicht, kehrt er eben nach Barcelona zurück. Kann er überzeugen, werden ihn die Bayern zum neuen Rekordtransfer des Vereins und der Bundesliga machen. So viel steht jetzt schon fest. Holen die Bayern dank seiner Hilfe die UEFA Champions League, wird Coutinho der neue König von München werden. Taucht er ab, ist es wieder nur ein Beweis, dass ein großer Name allein eben kein Garant für Erfolg ist.

 

Coutinho muss sich jede Woche aufs Neue beweisen. Gelingt ihm das wie in Liverpool, hat der FC Bayern alles richtig gemacht. Taucht er ab wie in Barcelona, hat der Rekordmeister ein großes Problem. Zumal man sich dann im kommenden Sommer um den nächsten „Superstar“ umschauen muss. Wird es eine Win-Win-Situation für beide oder gibt es am Ende wieder nur Verlierer? Im kommenden Sommer werden wir es wissen.

Bild: pixbay.com, flooy, 606235

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