Pflaumen aufbewahren: Trocknen, einfrieren oder einkochen?

Pflaumen sind schon seit der Römerzeit eine traditionelle Sommerfrucht. Ihr Fruchtfleischt ist erfrischend und saftig, weich, wohlriechend und süß. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen. Am beliebtesten sind sie wohl als Belag eines klassichen Pflaumenkuchen. Sie reifen bei Raumtemperatur nach, so können sie auch schon zu Beginn des Reifeprozesses geerntet werden. Wenn Sie Pflaumen aufbewahren, sollten Sie das unbedingt ungewaschen tun, denn sie sind von einer natürlichen und schützenden Wachsschicht umgeben, damit sie nicht so schnell austrocknen.

Die klassischen Möglichkeiten der Haltbarmachung sind das Trocknen, Einkochen oder Einfrieren. Einkochen und Einfrieren kennen die meisten und haben es vielleicht auch schon ausprobiert. Auch das Trocknen ist eine einfache Methode, Pflaumen haltbar zu machen. Es gibt noch andere Möglichkeiten wie man Pflaumen aufbewahren und haltbar machen kann, beispielsweise mit Alkohol oder Essig.

Pflaumen aufbewahren: So wirds gemacht!

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Pflaumen aufbewahren, aber wie?

Grundsätzlich sollten Pflaumen nur allein oder mit anderem Steinobst aufbewahrt werden, am besten in einer eigenen Schüssel mit etwas Abstand zum restlichen Obst. Die Gärdämpfe des alternden Obstes schaden meist den Pflaumen!

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Lecker und gesund – getrocknete Pflaumen

Die Methode des Pflaumen-Dörrens ist für den Hausgebrauch eher unbekannt. Es geht aber relativ einfach. Um die Pflaumen zu trocknen, werden die Früchte zunächst gewaschen, entkernt und halbiert. Im nächsten Schritt kommen sie entweder in den Obstdörrer oder in den Backofen bei 40 bis 60 Grad. Hier verbleiben sie 4 bis 8 Stunden.

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Essigpflaumen

Essigpflaumen schmecken sehr lecker als Kompott zu dunklem Fleisch oder auch als Nachtisch. Dazu nimmt man 3 Kilogramm reife, aber noch feste Pflaumen. Diese werden entstielt und getrocknet. Danach werden sie mit einer Nadel, die zuvor in Weingeist getaucht war, drei- bis viermal bis auf den Kern angestochen und dann in ein glasiertes Tongefäß gelegt. Für den Sud braucht man 1 kg Zucker, 0,5 l dreiprozentigen Essig, ein Stück Zimtrinde, 4 Gewürznelken und den Saft einer Zitrone. Das Ganze lässt man ca. 10 Minuten kochen und gießt es dann über die Früchte, die jetzt zugedeckt über Nacht kalt stehen müssen. Am nächsten Tag lässt man die Pflaumen mit dem Sud aufkochen und danach 15 Minuten ziehen. Die Früchte werden dann mit einem ausgekochten Löffel in saubere Gläser gefüllt und mit dem Saft gerade so bedeckt. Die Gläser jetzt luftdicht verschließen und auf den Kopf stellen. Kühl und trocken aufbewahrt halten sich die Essigpflaumen mindestens ein Jahr.

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Pflaumen in Armagnac

Für dieses Rezept ist es wichtig, wirklich nur einwandfreie Früchte zu verwenden. Man braucht 500 g Pflaumen, 500 g Zucker, eine Zimtstange und 0,5 l Armagnac. Die Pflaumen werden dazu ringsum mit einer Gabel „gelöchert“, nachdem sie gewaschen und entstielt wurden. Jetzt die Früchte abwechselnd mit dem Zucker in saubere Schraubverschlussgläser füllen, Zimtstange obendrauf legen und mit so viel Armagnac begießen, dass die Früchte bedeckt sind. Dann mit Klarsichtfolie abdecken und zuschrauben. Die Gläser werden jetzt kopfüber an einem kühlen dunklen Ort aufbewahrt. Die Reifezeit beträgt 10 Wochen, währenddessen sollten die Gläser hin und wieder gewendet werden. Diese Pflaumen schmecken nicht nur pur, sondern auch zu Eis, Pudding oder anderen Süßspeisen sehr lecker und eignen sich auch hervorragend als Geschenk.

Schwierigkeitsgrad:  

3 Meinungen

  1. Tach zusammen,

    ich habe nachdem ich die „Dukes of Hazzard“ auf DVD genossen hatte, mich von dem krebsvernarrten Boss Hog anstecken lassen und selbst mal ein Krebssüppchen aufgesetzt. Köstlich, nur die Rechnung – Krebse sind tatsächlich deutlich teurer als Kieler Sprotten – lag unangenehm im Magen.

    Beste Grüße, Theo

  2. Das bisher einzige Südstaatenrezept, das ich nachgekocht hatte, ging leider voll daneben. Das war ein Eintopf mit roten Bohnen und hörte sich total lecker an. Aber diese Bohnen saugten ständig die ganze Flüssigkeit auf und ich mußte dauernd Brühe nachgießen. Irgendwie war das ein Eintopf, der für bestimmt eine Woche gereicht hätte, der wurde einfach nicht weniger, sondern vermehrte sich ständig. So etwas vergißt man dann auch nicht, es war zu lustig.

  3. Allseits bekannt ist doch der Mississippi-Cake, ein herrlicher Schoko-Cake mit einem Schuss Kaffee und feinsten Schoko-Riegeln und wer das Rezept noch nicht kennt, dem verrate ich es gerne. Ich werde immer wieder angefragt, wenn’s den nächsten Mississippi-Cake gibt 🙂

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