Next Try

Dieser Mann, Cris Johnson, wird gespielt von Nicolas Cage und so wunderlich, wie es klingen mag. Cage ist noch das Beste an dem Film und das sage ich obwohl Jessica Biel mitspielt. Achso und Clarice Starling (Julianne Moore) spielt auch mit. Man kann nicht mal sagen, dass Moore oder Biel Fehlbesetzungen sind. Aber sobald Cage aus dem Bild ist wünscht man ihn sich schon fast zurück, um nicht den hölzernen Ladys ausgeliefert zu sein. Biel scheint vollkommen überfordert und macht eigentlich nichts gut, außer gut aussehen. Dazu kommt noch, dass ihre Synchronstimme gelinde gesagt katastrophal ist und Moore spielt wie in Trance oder als ob sie schlafwandeln würde. Ihre Figur ist in keinster Weise lebending, sondern einfach nur anstrengend.

Dank dem 70 Millionen Dollar Budget ist Next handwerklich und technisch gut gemacht, obwohl man bei der einen oder anderen Actionszene zu deutlich sieht, dass sie aus dem Computer stammt. Dafür ist der Schnitt teilweise wirklich gut gemacht, was sich vor allem bei Johnsons Visionen oder aber der der anfänglichen „Verfolgungsjagd“ im Casino zeigt.

Wenn auch nicht technisch, so ist der Film schon kurz darauf eine erzählerische Katastrophe. Vollkommen erklärungslos tauchen französische Terroristen (unter Führung von Thomas Kretschmann) auf, die eine Atombombe der Russen haben und Los Angeles pulverisieren wollen. Das FBI unter Führung von Agent Starlin… Verdammt. Falscher Film. Nochmal: Das FBI unter Führung einer x-beliebigen Agentin will das verhindern und braucht dazu die Hilfe von Johnson. Der macht aber lieber einen Kurzurlaub in den Rockys mit seiner Traumfrau. So krude wie das klingt ist auch der Film und obwohl Nicolas Cage wirklich gut passt und auch gut spielt, kann er den Film nicht alleine tragen.

Next ist wirklich kein guter Film, keiner für den sich ein Kinobesuch lohnt. Sogar Paycheck ist besser als Next und wenn schon die allgemeine „Qualität“ von Next die miserablen Einspielergebnisse von 18 Millionen Dollar (in den Staaten) rechtfertigt, so müsste man eigentlich die Hälfte des Eintrittspreises für das wirklich katastrophale, zusammengeschusterte Ende zurück bekommen.

Das alles ist schade, denn im Grunde war die Vorlage von Philip K. Dick für mehr zu gebrauchen, als für einen technisch gut gemachten aber dramaturgisch miserablen Sci-Fi Klopper.

Robats Stilles Örtchen

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