Monitor-Kalibrierung: So werden die richtigen Farben angezeigt!

Nach dem aufwändigen Nachbearbeiten der letzten Urlaubsbilder kommt dann häufig die Ernüchterung: Der Ausdruck zeigt ungewollte Farbstiche, das Wasser ist plötzlich mehr Rot als Türkis und die Kinder haben einen befremdlichen Rosastich im Gesicht: die Monitor-Kalibrierung hat versagt oder wurde gar nicht erst vorgenommen.

Sie sorgt dafür, dass Monitor und Drucker miteinander richtig „kommunizieren“ und die Bildbearbeitungssoftware auch wirklich den gewünschten Farbraum verwendet. Die Kalibrierung geschieht direkt am Monitor.

Monitor-Kalibrierung: Was wird benötigt?

  • Monitor
  • PC
  • Drucker + hochwertiges Fotopapier
  • kostenloses Kalibrierungstool
  • ein digitales Tageslichtfoto von einer Person

 

Monitor-Kalibrierung: So wird's gemacht!

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Bildschirmauflösung und Arbeitsumgebung

Im ersten Schritt sollte der Monitor auf seine höchste Auflösung und Farbtiefe eingestellt werden. Bei LCD-Monitoren ist dies die systemeigene Auflösung, bei allen anderen die höchstmögliche bei der noch problemlos Texte erkennbar und lesbar sind. Der Monitor sollte hochauflösend oder im 24-Bit-Modus eingestellt sein, 16-Bit reichen für eine Kalibrierung nicht aus. Der Monitor selbst sollte nicht geblendet werden, keine Reflektionen aufweisen und nicht im Konflikt mit dem natürlichen Tageslicht stehen (neutraler Standort ohne Beleuchtung). Als Hintergrund für den Bildschirm ein neutrales Grau wählen und den Monitor ca. 15 Minuten oder länger aufwärmen lassen.

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Drucken und vergleichen

Nun suchen wir uns ein Foto heraus, das eine Person mit natürlichem Hautton zeigt und bei Tageslicht fotografiert wurde, und drucken dieses bei höchster Auflösung auf Hochglanzpapier aus. Das Foto sollte anschließend ein paar Stunden trocknen können, damit sich die Farbe setzen kann. Im Anschluss wird die Monitordarstellung des Fotos mit dem Ausdruck verglichen (direkt an den Monitor halten) – über die Einstellungen am Monitor für Kontrast, Helligkeit und Farbe wird nun die Monitor-Kalibrierung direkt am Monitor an den Ausdruck angepasst. Ein kostenloses Kalibrierungstool für die Monitor-Kalibrierung kann hierbei zusätzlich helfen. Alternativ gibt es auch kostenlose Referenzdateien für den Vergleich – sie sind noch genauer, erfordern aber auch mehr Zeitaufwand. Lässt sich am Monitor die Farbtemperatur einstellen, so sollte hier 6500 Kelvin gewählt werden. Wichtig ist, dass über die Farbeinstellungen (Rot, Gelb, Blau) jeder ungewollte Farbstich entfernt wird.
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Tipps und Hinweise

  • Verwenden Sie ICC-Profile für die Arbeit mit Bildbearbeitungsprogrammen und aktivieren Sie das Farbmanagement in der Druckersoftware und der Bildbearbeitung.
  • Wiederholen Sie die Kalibrierung alle 2-4 Wochen.
  • Verwenden Sie für den Ausdruck möglichst Originalpapier und -tinte sowie einen gewarteten Drucker, um sicher zu gehen, dass nicht der Monitor sondern der Drucker kalibriert werden muss.
  Zeitaufwand: 15 – 20 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

Picture: BeTa-Artworks – Fotolia

Eine Meinung

  1. Hi,
    Guter Artikel. Ich wusste garnicht, dass schlechte Farben auch an der Monitor Kalibrierung liegen können. Ich habe mir vor kurzem einen All-in-One drucker von HP gekauft und bin damit sehr zufrieden. Ich wollte einen Drucker, der auch kopieren und scannen kann und dabei auch gute Fotos ausdruckt. Ich habe den Drucker eingerichtet und die Fotos werden in guter Qualität ausgedruckt. Manche Farben erscheinen allerdings wirklich anders auf dem Foto als auf dem Monitor. Zum Glück kenne ich ja jetzt eine weitere Möglichkeit, die Farben richtig einzustellen. Liebe Grüße, Holger

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