Kiran Desai vs. Pervez Musharraf

Im indischen Wochenmagazin Outlook erklärt Rajinder Puri, warum Pervez Musharrafs umstrittene Autobiografie "In the Line of Fire" als "work-in-progress" verstanden werden sollte: "Auf die Frage des CNN-Reporters Wolf Blitzer nach den angeblich für die Auslieferung von Al Qaeda-Mitgliedern an Pakistan gezahlten US-Geldern sagte Musharraf, er habe so etwas nicht geschrieben. So stehe es im Buch, insistierte Blitzer. Er werde das überarbeiten, murmelte der General … Solche Ausrutscher zeigen, wie lange Musharrafs Wort gültig ist. Ein neuer Tag, eine neue Wahrheit."
Wenig zimperlich auch der Umgang mit der neuen Booker-Preisträgerin Kiran Desai. Während Sheela Reddy ein harmloses Porträt der Autorin abliefert, stellt Kalpish Ratna Desais prämierten Bildungsroman "Erbin des verlorenen Landes" als ein Buch vor, "das man jungen Erwachsenen wünscht, die gerade die niederschmetternde Lektüre von 'Jane Eyre' hinter sich haben. Der Roman ist einfach nett und praktisch schmerzfrei. Sollte er allerdings eine angesehene literarische Auszeichnung wie den Booker-Preis tatsächlich verdient haben, ist es vielleicht Zeit, den Begriff 'literarisch' zu überdenken."

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