Jetzt neu im Kino – und als Buch:
Dennis Lehanes „The Drop – Bargeld“

Cover The Drop Bargeld

Es ist der letzte Film mit dem im Juni 2013 verstorbenen „Sopranos“-Star James Gandolfini und allein deshalb sein Eintrittsgeld wert. Aber nicht nur als Reminiszenz an den in jeder Hinsicht großen Schauspieler darf man sich auf „The Drop – Bargeld“ freuen, der Krimi gehört zu den besten „kleinen“ Filmen des Jahres. Auch weil die Vorlage von Dennis Lehane stammt, einem der aktuell spannendsten US-Krimiautoren.

Ursprünglich war die von Tom Hardy gespielte Hauptfigur Bob ein Charakter in einem Roman, den Lehane nie fertiggestellt hat, dann in einer Kurzgeschichte, dann im Drehbuch zum Film und schließlich in einem Roman, den Lehane nach Fertigstellung des Drehbuchs schrieb.

Die Geschichte von „The Drop“ ist eine ganz einfache Gangsterstory: Der Bostoner (im Film wird daraus New York) Barkeeper Bob, ein Mann, der nicht mehr viel vom Leben erwartet, findet in einer Mülltonne einen halbtoten Hund und adoptiert ihn zusammen mit seiner Frau Nadia (Noomi Rapace). Das ist der nette Teil der Geschichte. Ansonsten geht es um Gangster, Geldwäsche und Gewalt. Die Bar wird überfallen, Bob und sein Partner (Gandolfini) müssen für die geraubte Summe geradestehen…

Großartiges Kino aus dem Kleingangstermilieu

Ein kleiner, feiner Film mit einer großen Besetzung: Neben den bereits erwähnten Stars spielt auch noch Matthias Schoenaerts mit, der belgische Schauspieler, der durch seine Rolle in „Der Geschmack von Rost und Knochen“ auch in Deutschland bei einem breiteren Publikum bekannt wurde und der jetzt in Hollywood durchstartet. Demnächst wird er in einem halben Dutzend US-Filmen zu sehen sein, darunter auch die Verfilmung des meisterhaften Romans „Galveston“ von „True Detective“-Autor Nic Pizzolatto.

Die Kinoversion von „The Drop“ zeichnet sich durch den genauen Blick auf die Milieus aus – genau aus diesem Grund gilt Autor Dennis Lehane als einer der besten US-Krimi-Schriftsteller. Zu seinen verfilmten Romanen gehören „Mystic River“ (Regie: Clint Eastwood), „Shutter Island“ (Martin Scorsese) und „Gone Baby Gone“ (Ben Affleck). „The Drop“-Regisseur Michael R. Roskam, der mit Schoenaerts noch in Belgien die düstere Gewaltorgie „Bullhead“ gedreht hatte, ist also in guter Gesellschaft – und muss sich vor den Regiegiganten nicht verstecken.

Kinostart: 4. Dezember

Das Buch ist bereits im Handel erhältlich (Diogenes, 224 S., 19,90 Euro)

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