Feierabend-Umfrage: Was Deutsche nach der Arbeit machen

Nach der Arbeit haben Männer mehr Freizeit als Frauen.

Sie werden das sicher auch von der Arbeit kennen: Ab Montag wird dem Freitag entgegen gefiebert und täglich dem Feierabend.

Aber warum bloß? Stehen nach Dienstschluss besonders interessante Aktivitäten auf dem Programm? Etwa Fallschirmspringen, Fliegenfischen, Stepptanzkurs oder sogar die Prüfungsvorbereitungen für das Vordiplom zum staatlich geprüften Freizeitoptimier?

Spaß beiseite. Den Feierabend hat sich nun wirklich jeder verdient. Und wer was wann mit seiner freien Zeit macht, obliegt selbstverständlich jedem selbst. WAS genau die Deutschen allerdings so treiben (oder auch nicht), ergab jetzt die Lidl-Feierabendstudie. Lesen Sie doch mal, was die Deutschen nach der Arbeit am liebsten machen.

So viel Zeit steht deutschen Arbeitnehmern Feierabend zur Verfügung:
Wie die Forsa-Umfrage ergab, haben Westdeutsche mehr Zeit als Menschen im Osten. Zudem ergab die Auswertung der Umfrage, dass die Herren der Schöpfung nach der Arbeit mehr Freizeit haben als die Frauen: Rund 72 Prozent der Männer haben demnach mehr als drei Stunden freie Zeit nach Dienstschluss – Von den befragte Frauen konnten das nur 66 Prozent von sich behaupten.

Nur wenige müssen bis 20 Uhr ran
Viele der Befragten dürfen bereits vor 18 Uhr den Feierabend einläuten. Bis 20 Uhr müssen nur noch die wenigsten Deutschen arbeiten. Nur zehn Prozent der Westdeutschen müssen bis spät abends arbeiten. Des Weiteren ergab die Umfrage, dass im Osten mehr im Schichtdienst und weniger halbtags gearbeitet wird als im Westen.

Deutschen ist der Feierabend wichtig
In Sachen Wichtigkeit des Feierabends gibt es zwischen Ost und West deutliche Unterschiede: So schätzen 34 Prozent der Westdeutschen den Feierabend besonders hoch ein – bei den Ostdeutschen tun dies nur 24 Prozent. Das Alter spielte der der Beantwortung dieser Frage übrigens keine Rolle. Die Auswertung ergab zudem: Männern und Frauen ist der Feierabend nach dem Arbeitstag gleichermaßen wichtig.

Deutsche sind mit ihrer freien Zeit zufrieden
Mit dem Umfang der zur Verfügungen stehenden Freizeit ist die Mehrheit der Befragten (51 Prozent im Westen/56 Prozent im Osten) zufrieden – allerdings sind fast ebenso viele unzufrieden: 46 Prozent im Westen/40 Prozent im Osten. Zudem ist auffällig, dass Frauen mit der Dauer ihrer Freizeit zufriedener sind als die Kerle.

Feierabend am liebsten zu Hause
Das Deutsche Stubenhocker sind, wissen wir spätestens seit der Freizeit-Umfrage aus dem vergangenen Jahr. Daher ist das Ergebnis der vorliegenden Umfrage keine wirklich große Überraschung. Rund 56 Prozent der Befragten entspannen sich am liebsten zu Hause. 29 Prozent zieht’s nach Feierabend ins Grüne und elf Prozent ins Restaurant, in eine Bar oder ins Kino.

Deutsche verbringen den Feierabend gern in Gesellschaft

Wenn es um die Geselligkeit geht, machen die Ostdeutschen den Wessis etwas vor, denn sie legen mehr Wert auf eine gesellige Runde im Kreise der Freunde. Auch den Frauen ist die Zusammenkunft mit Bekannten wichtiger als den Männern. Interessant ist übrigens, dass die Deutschen – so gern sie auch in Gesellschaft sind – Zeit für sich allein haben wollen. 42 Prozent der Befragten gaben an, gern auch mal allein zu sein.

Weitere Vorlieben der abendlichen Freizeitgestaltung:

  • Eine lustige Runde mit Freunden: 46 Prozent (West), 56 Prozent (Ost), 45 Prozent (Männer), 50 Prozent (Frauen)
  • Gespräche mit einer vertrauten Person (von Angesicht zu Angesicht): 34 Prozent (West), 51 Prozent (Ost), 38 Prozent (Männer), 50 Prozent (Frauen)
  • Ruhe und Müßiggang, für mich sein: 42 Prozent (West), 42 Prozent (Ost), 40 Prozent (Männer), 44 Prozent (Frauen)
  • Ein guter Film: 34 Prozent (West), 26 Prozent (Ost), 33 Prozent (Männer), 32 Prozent (Frauen)
  • Eine spannende Lektüre: 21 Prozent (West), 27 Prozent (Ost), 12 Prozent (Männer), 33 Prozent (Frauen)
  • Auspowern beim Sport: 21 Prozent (West), 17 Prozent (Ost), 22 Prozent (Männer), 18 Prozent (Frauen)
  • Gute Musik: 18 Prozent (West), 15 Prozent (Ost), 21 Prozent (Männer), 14 Prozent (Frauen)
  • Surfen im Internet: 16 Prozent (West), 15 Prozent (Ost), 21 Prozent (Männer), 11 Prozent (Frauen)
  • Ein gutes Glas Wein: 13 Prozent (West), 15 Prozent (Ost),16 Prozent (Männer), 10 Prozent (Frauen)
  • Ehrenamtliches Engagement: 10 Prozent (West), 7 Prozent (Ost), 13 Prozent (Männer), 5 Prozent (Frauen)
  • Ausgiebige Telefonate/Chats mit mir wichtigen Menschen: 7 Prozent (West), 2 Prozent (Ost), 4 Prozent (Männer), 8 Prozent (Frauen)
  • Ein ausgeschaltetes Handy/Smartphone: 3 Prozent (West), 3 Prozent (Ost), 4 Prozent (Männer), 2 Prozent (Frauen)
  • Viel Action: neue Erfahrungen/spannende Erlebnisse: 3 Prozent (West), 1 Prozent (Ost), 4 Prozent (Männer), 2 Prozent (Frauen)
  • Weiß nicht/Keine Angabe: 1 Prozent (West), 2 Prozent (Ost), 1 Prozent (Männer), 1 Prozent (Frauen)

Nach der Arbeit wird „nebenbei“ online gesurft
Auch nach der Arbeit spielt bei vielen Deutschen das Internet eine Rolle. So gaben 15 Prozent der Befragten an, bewusst online zu sein. Lediglich sieben Prozent sind nach Dienstschluss bewusst offline. Zudem zeigte sich ein deutlicher Trend: Tablet und Smartphone machen die Onlinenutzung auch „nebenbei“ möglich.

Die jüngeren surfen nach der Arbeit online aktiver
Keine große Überraschung: Die Jungen verbringen nach der Arbeit mehr Zeit online als die älteren Zeitgenossen. Auch bei den Geschlechtern gibt es deutliche Unterschiede: Männer surfen deutlich mehr als die Frauen. Nach der Arbeit nutzen die Wessis das Internet deutlich intensiver als die Ostdeutschen.

Das gehört zum perfekten Genuss nach der Arbeit:
Im Sommer gehört für 64 Prozent der Westdeutschen und für 68 Prozent der Ostdeutschen ein Grillabend zum perfekten Feierabend. Selber kochen und Restaurantbesuche folgen auf Platz zwei und drei.

Die Ergebnisse dieser Umfrage stammen aus der Lidl-Feierabendstudie.

Foto: drubig-photo – Fotolia

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