Ich kann Kanzler! – Casting im ZDF

Das ZDF sucht nach politisch motivierten Kandidaten, die die Chance nutzen wollen, persönlichen Einfluss über die Wahlurne hinaus auszuüben. Die Kandidaten bewerben sich online, vierzig von ihnen werden ausgewählt und zu einem zweitägigen Auswahlgespräch eingeladen. Von diesen treten dann drei live im ZDF gegeneinander an, ein Fernsehteam folgt ihnen bereits im Vorfeld der Sendung. Ein Pate, der die Fähigkeiten des Kandidaten einschätzen soll, kann, muss aber nicht gewählt werden. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 26ten März.

Vordergründig soll mit der Sendung gegen die vielzitierte Politikverdrossenheit vorgegangen werden. Der Sender beruft sich auf den großen Wahlerfolg des neuen US-Präsidenten Barack Obama, der den Wunsch nach Veränderung und Innovation zur Massenbewegung hat werden lassen. Neu ist die Idee der Talentshow natürlich nicht, denn mit „Canada’s Next Great Prime Minister“ wurde der Erfolg des Konzepts vorgemacht.

Die Frage ist aber doch vor allem: Was soll der Spaß? Will das ZDF den Politikern zeigen, dass sie an der Bevölkerung vorbei regieren? Soll gezeigt werden, dass Politiker betriebsblind sind? Sollen Amateur-Politiker zeigen, dass sie Probleme besser angehen könnten als die Profis oder sollen wirre Stammtisch-Redner vorgeführt werden?

Was auch immer die Motivation des ZDF ist, am 19. Juni um 21.15Uhr wird es soweit sein. Dann darf sich der Zuschauer von den kreativen Einfällen überzeugen, die die Kandidaten präsentieren werden.

Glücklicherweise wird dieses Konzept nur ein einziges Mal ausgestrahlt. Der Gewinner darf einen Abend lang „Kanzler“ sein, bekommt ein Kanzlergehalt und darf dann als Praktikant nach Berlin. Na, wenn das nichts ist? Man fragt sich allerdings spontan, ob das Kanzlergehalt auch anteilig auf den Abend berechnet wird.

3 Meinungen

  1. Wenn das ZDF „einen Obama für Deutschland“ finden will, wie kann man dann jemanden zwischen 18 und 35 suchen? Dumm gelaufen. So wird das nichts …

  2. Ich hoffe nicht das das Kanzlergehalt nur auf Stundenbasis berechent wird. Ein bischen komsich ist das man nicht weis ob Monats oder Jahresgehalt…

  3. also ich weis nich warum der artikel so kritisch ist … ich bin selbst jugendlicher und in der politik aktiv im sozial ausschuss meiner stadt … und ich finde es eine super idee auf diesem weg die jugend an die politik ranzuführen und vorallem publik zumachen …

    es ist ansonsten für jugendliche sehr schwer in einer partei gegen die alten kader anzukommen …

    und das diese land neue männer und frauen braucht , steht außer frage …

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