Hereafter: Unsere Rezension zum Film von Eastwood

Altmeister Clint Eastwood legt mit „Hereafter-Das Leben danach“ einen für ihn ungewöhnlichen Film vor. Das bewegende Drama behandelt mit mehreren Handlungssträngen auf unterschiedliche Weise die Frage, was nach dem Tod passiert. Dadurch werden auf besonders eindrucksvolle und sensible Weise Themen wie das Jenseits, Spiritualität, Vergänglichkeit und die Bewältigung von Trauer der Hinterbliebenen behandelt.

Hereafter – Kraftvolles Meisterwerk mit viel Herz und Gefühl

Hereafter- Das Leben danach“ behandelt das Leben drei unterschiedlicher Menschen: George, gespielt von Matt Damon, besitzt die Gabe, Hinterbliebenen einen Kontakt mit Verstorbenen zu ermöglichen. Doch George sieht seine Medium-Funktion als Fluch an und führt ein Leben, das durch Einsamkeit und dem Tod bestimmt wird. Er möchte keinen Gebrauch mehr von seiner übernatürlichen Gabe machen.

Die Französin Marie (Cécile De France) hatte alles, was man sich wünschen kann: Erfolg im Job, eine gut funktionierende Beziehung und war zufrieden mit ihrem Leben. Doch alles ändert sich schlagartig, als sie bei einem Urlaub in Thailand das Opfer einer Flutkatastrophe wird und eine Nahtod-Erfahrung macht…

Und dann ist da noch Marcus, dessen Zwillingsbruder Jason bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt. Diesen schweren Schicksalsschlag kann der kleine Junge nicht verkraften und sucht Möglichkeiten, mit seinem geliebten Bruder in Kontakt zu treten.

Rezension des bewegenden Dramas

Das Drehbuch zu zu dem Drama stammt von Peter Morgan, der vor allem für historische und politische Dramen wie „Die Queen“ oder „Frost/Nixon“ bekannt ist. Der Autor verzichtete nach eigenen Angaben auf komplexe Entwürfe und schrieb das Drehbuch ausschließlich rein intuitiv. Dabei sieht er den Erzählstrang um den kleinen Jungen als den wichtigsten des ganzen Films. Gleichzeitig handelt es sich bei dieser Geschichte aber zugleich auch um die emotionalste und bewegendste Geschichte, die den Zuschauer das ein oder andere mal tief schlucken lässt.

Matt Damon, der in der ansonsten eher unbekannten Besetzung, als das berühmte Medium George auftritt, zeigt auf eindrucksvolle Weise die zwei Seiten seines Lebens im Rampenlicht: Berühmt und gefeiert für seinen Kontakt zu den Toten, lebt er sehr isoliert, einsam und unter ständiger Präsenz des Todes, was ihn innerlich langsam zerbrechen lässt.

Clint Eastwood wagt sich mit „Hereafter – Das Leben danach“ an einen ruhigen und zum Nachdenken anregenden Film mit schwerer Thematik, die nicht jeden Kinogänger ansprechen mag. Dennoch ist der Film gelungen, fortwährend interessant und regt das Mitgefühl an. Besonders beeindruckend und schockierend zugleich sind vor allem auch die Bilder zu Beginn des Films, wo der Tsunami und seine verheerenden Folgen überaus realistisch dargestellt werden.

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