Paraffin oder Parafin?

Paraffin ist ein Erdölnebenprodukt, das in dünnflüssiger, dickflüssiger und fester Form angewendet wird. Paraffin ist ein farbloser, wachsähnlicher Stoff.

Das Wort leitet sich aus dem lateinischen Wort “parum” (zu wenig, nicht ausreichend) und “affinis” (teilnehmend an etwas) ab. Zusammengenommen ergibt sich daraus die Eigenschaft des Parrafins als “wenig reaktionsfähiger Stoff”.

Paraffin fällt als Abfallstoff in Pipelines, bei der Weiterverarbeitung und in Lagertanks an. Auch beim Transport entsteht Paraffin. Dabei sammelt sich der Stoff an den Wänden der Behälter.

Paraffin wird ähnlich wie Bienenwachs und Öle verwendet

Paraffin wird für unglaublich viele Produkte verwendet: Vor allem als Schmieröl für Maschinenteile, aber auch als Kerzenwachs, als konservierende Schutzschicht für Käse, bei der Kaugummiherstellung, als Zugabe zu kosmetischen und medizinischen Salben (z.B. Vaseline). Paraffine sind auch in Pflegeölen zur Konservierung von Holz in vielfältiger Form zu finden.

Die Eigenschaften der Paraffine lassen eine sehr vielfältige Anwendung zu, da Paraffin ungiftig, geruch- und geschmacklos, elektrisch isolierend, wasserabstoßend, mit Fetten- und Wachsen zusammenschmelzbar und Chemikalien gegenüber reaktionsträge ist.

Da Paraffine in öliger, flüssiger und fester, wachsförmiger Form verwendet werden können, sind sie besonders in der Kerzenindustrie, im Kosmetikbereich und als Schutzschicht für unzählige Alltagsgegenstände geeignet. In Kosmetikpräparaten wird Paraffin nur bis zu etwa 10 % beigemischt, das es in größerer Menge austrocknend wirken kann. Am bekanntesten ist Vaseline, eine Salbe, die relativ dünnflüssig, geruchlos und farblos ist. Sie wird medizinisch und kosmetisch zur Hautpflege verwendet, da sie die Haut weich und geschmeidig macht.

Paraffin oder Parafin?

Die Schreibform “Parafine” hat sich leider sehr eingebürgert und wird häufig als die richtige Schreibweise angesehen. Die Herkunft der zweiten Silbe, die vom lateinischen Wort “affinis” abgeleitet wird, erfordert jedoch die Schreibweise Paraffin.

1830 entdeckte der schwäbische Naturwissenschaftler Karl von Reichenbach Paraffin. Reichenbach erforschte eigentlich die Bestandteile des Holzteers und stieß dabei auf Paraffin.

Kennen Sie noch andere Einsatzgebiete von Paraffin? Oder wissen Sie noch mehr zum Stoff? Dann schreiben Sie uns gerne einen Kommentar.

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