Here comes Trouble: Stories from my life – Das neue Buch von Michael Moore

Michael Moore ist zurück! Mit seinem neuen Buch „Here Comes Trouble“ hat Moore ein neues Werk veröffentlicht und versucht, an alte Erfolge wie „Bowling for Columbine“ und „Fahrenheit 9/11“ anzuknüpfen. Doch worum geht es in seinem aktuellen Buch?

Here Comes Trouble – Moore inszeniert sich selbst

„Here Comes Trouble“ erzählt Geschichten aus dem Leben von Michael Moore. Das Werk selbst ist keine Autobiographie, vielmehr werden in anekdotischer Form Moores Erlebnisse geschildert die alle irgendwie mit den Idealen des Michael Moore verwoben sind und uns zeigen wie fantastisch dieser Mensch ist. Das Buch startet mit der legendären Rede bei der Oscarverleihung 2003 als Michael Moore solange den Präsidenten der Vereinigten Staaten – George W. Bush – für den Irak-Krieg beschimpfte, bis ihm das Mikrofon abgedreht wurde. Nun erzählt Moore wie es weiterging an diesem Abend: Von seinem Zusammentreffen mit einem Bühnentechniker der ihn als „Arschloch“ bezeichnete, wie er selbst zur Zielschreibe wurde und offen sein Tod gefordert wurde, wie er Bodyguards engagieren musste und wie er später „Fahrenheit 9/11“ drehte und damit einen noch erfolgreicheren Dokumentarfilm produzierte als es zuvor bereits „Bowling for Columbine“ gewesen war.

Moores Erfolg erschlägt den Leser

Moore inszeniert sich als Retter der Welt, als Kämpfer für die einzig wahren idealen Werte und als jemand, der einfach gar nicht anders kann als ständig die Wahrheit zu sagen und dieser auf den Grund zu gehen. Ob er dabei tatsächlich immer die Wahrheit sagt, lässt das Buch aber offen.

Und so verstecken sich in dem Buch lauter Anekdoten, die nur der Beschreibung von Moores außergewöhnlichem Charakter dienen. Dennoch verpackt er banale Geschichten so witzig und anschaulich, dass es Spaß macht ihm zu folgen. Moore als Kind, das mit der Flasche gefüttert wird. Moore, der nur rückwärts krabbeln konnte. Moore der keinen Erfolg bei den Mädchen hatte und später einfach zu viele Fragen stellte und damit auch in den politischen Aktivitionismus einfach so reingeraten ist. Er flog aus dem Priesterseminar, hielt eine Rede gegen den Rassismus im Debattierwettbewerb, lässt sich mit 18 Jahren in die Schulverwaltung wählen. Moore vermittelt dem Leser, dass es oftmals nur eines kleinen Anstoßes bedarf, um Großes zu erreichen. Es soll heißen: „Leser, das könnt ihr auch!“ Doch in Wahrheit ist man von den zahlreichen Erfolgsgeschichten des „Übermenschen“ Moore nach dem Lesen einfach platt und fühlt eine noch größere Distanz zum Autor.

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