Greenberg: Komödie mit Ben Stiller

„Greenberg“ zeigt einen Ben Stiller, den man schon lange nicht mehr im Kino erleben durfte: Komisch, aber dabei nicht albern und überdreht. Als Woody Allen ähnlicher Charakter Roger Greenberg zieht er durch eine Stadt, mit der er nicht klar kommt und betont währenddessen, wie sehr er es mag, nichts zu tun. Doch das Leben holt ihn ein und plötzlich befindet er sich genau an dem Punkt, an dem er dachte, niemals anzukommen.

Greenberg wird im Rahmen der Berlinale gezeigt

Nach seinem vierzigsten Geburtstag ist für Roger Greenberg klar, dass alle seine Wünsche und Träume, als Musiker Erfolg zu haben, kläglich gescheitert sind und er nun offiziell alt ist. Von New York zieht er nach Los Angeles, um auf das Haus seines, in seinem einfacheren Leben erfolgreicheren, Bruders (Chris Messina) aufzupassen. In einem letzten Versuch, sich wieder mit seinem alten Leben in Einklang zu bringen, trifft er sich mit alten Freunden (Jennifer Jason Leigh und Rhys Ifans), doch den Ausweg aus seiner Midlife Krise liefert ihm erst Florence (Greta Gerwig), die selbst das ein oder andere Päckchen zu tragen hat.

Regisseur Noah Baumbach („Der Tintenfisch und der Wal“) hat mit seinem neuen Film eine Geschichte zu erzählen, die sich zunächst neurotisch, depressiv und verzweifelt anhört. Doch dahinter steckt eine erfrischend wahre Komödie, die nicht – wie es derzeit üblich ist – brachial und mit Schenkelklopfern aufwartet, sondern auf durchdachte Weise zeigt, dass Erfolg für jeden etwas anderes ist und man sich nicht an den anderen messen muss, um glücklich zu werden.

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Die Komödie mit Ben Stiller bedient sich eher leiser Töne

Ben Stiller, der an dem oben erwähnten Trend nicht völlig unschuldig ist, kann in „Greenberg“ beweisen, dass er nicht nur der Hampelmann vom Dienst ist. Für den beliebten Komiker ist das ausgesprochen selten und seit „Reality Bites“ mit wenigen Ausnahmen kaum wirklich vorgekommen.

Die Komödie mit der selbstreflektierenden Ebene wird in Deutschland zur Berlinale zu sehen sein und am 01. April 2010 starten.

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