Freunde im Alter: eine Alternative zur familiäre Absicherung?

„Ein Freund ist eine Seele in zwei Körpern“, formulierte Aristoteles es schon so pathetisch. Das Band, das Freunde verbindet ist dabei ein zerbrechliches und wird im Laufe des Lebens auf so manche harte Probe gestellt. Doch wie hart es wirklich kommen kann, zeigt der neuste Trend in Sachen Altersvorsorge. Aus Freunden wird dann Familie – und das nicht nur wegen der gedanklichen Nähe und Sympathie. Immer häufiger werden in dem demographisch so alternden Deutschland Freunde zu Lebensrettern, indem sie sich im Alter umeinander kümmern und pflegen. Freunde als Versicherung im Alter? Wenn Sie wissen wollen, wie das funktioniert, lesen Sie hier!

Auf die Freundschaft und auf die Freunde im Alter

Genauso unterschiedlich wie jeder Mensch ist, gestalten sich auch Freundschaften ganz unterschiedlich. Freundschaft gestaltet sich den Lebensabschnitten entsprechend: Es kommt bei der Freundschaft beispielsweise darauf an, in welchem Lebensabschnitt man sich befindet, welches alter man hat oder gar, welcher sozialen Schicht man angehört. Je nach diesen Lebensabschnitten ändert sich auch die Anzahl der Freunde, die man im Durchschnitt so hat. Studien belegen das längst schon bekannte aus dem eigenen Familien– und Freundeskreis: Je älter man ist, umso weniger Freunde hat man. Oft liegt das daran, dass ältere Menschen früher nur den Zusammenhalt in der Familie mit ihren eigenen Kinder und Kindeskindern kontinuierlich gefördert haben und weniger Freundesbande vorangetrieben haben.

Doch kehrt so langsam eine Denkwende in Punkto Freundschaften und das älter werden ein, so haben diverse Freundschaftsforscher bereits festgestellt. In der heutigen Welt werden die starren Beziehungsmuster der Familie immer mehr durch Scheidung und Trennung aufgebrochen, was den Familienzusammenhalt immer mehr torpediert. Wer nicht im Alter alleine sein will, muss frühzeitig vorsorgen – mit oder ohne Familie. Schon längst sind einem da Senioren-WGs ein Begriff geworden, die dem einsamen Altern und Wohnen den Kampf angesagt haben! Dass alternative Familienmodelle wirklich funktionieren, hängt natürlich immer von der intensität sder Freundschaft ab und wie gut man sich denn wirklich kennt. Daher ist bei diesem bewundernswerten Freundschaftsmodell auch immer ein wenig Restrisiko vorhanden.

Freunde im Alter – Das Wohlbefinden im Alter zusammenzuhalten

Gerade für das Alter sollte man sich frühgenug Absichern und schön ist die Aussicht für alle, die keine eigenen Kinder haben, dass es in dieser offenen Gesellschaftsstruktur auch eine gewisse Offenheit mit dem Thema alleine alt zu werden, gibt. Das Altern in Mitten von Freunden wird immer mehr zu einer ernstzunehmenden Alternative neben den kommerziellen Wohnheimen und betreuten Wohnanlagen. Alle die nun denken, dass der Mangel an professioneller Pflege im privaten Kreis ein großes Manko darstellt, sollten bedenken, dass diese Pflegedienste auch ambulant geleistet werden können, falls der gute Freund auch etwas betagter ist. Doch ist das große Plus, dass die sozialen Kontakte und das Sozialleben in einem Maß gefördert werden, die wiederum der Gesundheit dienlich sind. Denn gute Freunde im Alter sind moralisch wie auch gedanklich für einen da und gehen durch Freud und Leid mit einem. Der Vereinsamung im hohen „Greisenalter“ ist damit endgültig der Schrecken genommen und eine praktikable Familienalternative geschaffen, denn „ein Freund, ein guter Freund, der ist das Beste, was es gibt auf der Welt!“

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