Frank Schulz: Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien

Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien

Bodo Morten, Langzeitstudent der Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg, Redaktionsleiter des Wochenblattes „Elbe Echo“ und wegen täglichen Alkoholkonsums fristlos entlassen, ist seit 10 Tagen verschwunden. Seine kluge Frau Anita befindet sich am Rande eines Nervenzusammenbruches. Auch die Freunde Satsche, Iggy, Kai, Heidrun, Conny und Heiner finden’s unheimlich. Nur Leo, der siebte Freund im Bunde, weiß, woher die viele Kohle auf Mortens Konto stammt, und wer eigentlich die ominöse Bärbel ist.

Frank Schulz, mit „Kolks Bräute“ zum Geheimtipp avanciert, wird spätestens mit „Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien“ zum Kultautor der Generation um die 40. Unglaublich sprachgewandt, verliebt in Mundart und Zoten der allerersten Güte – satirisch, authentisch, ironisch – zeichnet er ein Generationsporträt, das so noch niemandem gelungen ist. Die Zeit 1987 – 1997, geprägt von drastischen innerpolitischen WENDungEn, wird fernab von ihnen, in endlosen versoffenen Skatabenden, Beischlafssüchten, Vorstadtmovies und "manieristischen", aber auf keinen Fall manierlichen Dialogen skizziert. 800 Seiten hoch intelligenter Humor!
Michael Kothes von der ZEIT nannte den Roman damals zu Recht „eine furiose Mischung aus Schelmen-, Heimat-, Sitten- und Sozialroman, ein humoristisch-realistisches Monumentalwerk.“

Frank Schulz: Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien (2001)
Verlag: Gerd Haffmanns bei Zweitausendeins

Eine Meinung

  1. Die Danksagung am Ende des Buches spricht auch schon Bände. Hier ein Auszug:“Hinsichtlich des Einflusses auf bestimmte Passagen des Romans gebietet die Redlichkeit, mindestens folgende Autoren/Werke zu erwähnen: Ulrich Beck: Risikogesellschaft … Peter Glaser: Vorliebe. Journal einer erotischen Arbeit … Oliver Sacks: Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte … Jean-Didier Vincent: Biologie des Begehrens. Wie Gefühle entstehen … Piet Vroon: Drei Hirne im Kopf. Warum wir nicht können, wie wir wollen …“

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