Die 10 besten deutschen Filme in und um Berlin

Gründe, warum Berlin als Dreh- und Handlungsort so beliebt ist, gibt es wie Sand am Meer. Zum einen die jüngere Geschichte Berlins, vom zweiten Weltkrieg und der anschließenden Teilung der Stadt über die Studentenproteste bis hin zur Wiedervereinigung. Jüngst auch viele neue Filme über die Clubszene, Migrantengeschichten und das Leben im Kiez. Außerdem bietet die Stadt sowohl Potential für viele Low-Budget und Doku-Filme als auch für große deutsche Filmproduktionen. Filme in Berlin, Filme um Berlin und Filme über Berlin gibt es somit zuhauf. Welches allerdings die bekanntesten deutschen Produktionen sind, erfahren Sie in unserer Top 10 der deutschen Kinofilme, die in den letzten zwanzig Jahren in, um und über Berlin veröffentlicht wurden.

Filme in Berlin: Die Top 10

1

Berlin Calling

Paul Kalkbrenners irgendwie dann doch teilweise autobiographischer Film über das Leben des Berliner Electro-DJ’s „Dj Icke“ zeigt ein Berlin der 2000er. Ein Berlin, das geprägt ist von langen Nächten, einer riesigen Clubszene und After-Hour-Partyexzessen. Nicht nur der Soundtrack zum Film ist genial, Regisseur Hannes Stöhr schaffte es auch, Schauspielneuling Kalkbrenner mit alten Hasen wie Corinna Harfourch als Psychotherapeutin wunderbar spielen zu lassen. Und jeder, der Berlin Calling auch nur einmal gesehen hat, wird jede S-Bahn-Fahrt in Berlin dank des prominenten „Türschließ-Sounds“ ganz anders wahrnehmen.
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2

Good-Bye, Lenin!

Die Zeit nach dem Mauerfall, der Umbruch Berlins, die Stadt an sich und das Leben im neuen Deutschland waren die zentralen Themen des 2003er Erfolgsfilms. Vor allen Dingen der ehemalige Osten Berlins, und das Leben zu Zeiten der DDR wurde dargestellt. Good Bye, Lenin! zählt definitiv zu den am meisten mit der Stadt Berlin verbundenen Filmen, vor allem durch die Szene des Abbaus der Lenin-Statue, die sich auf den heutigen Platz der Vereinten Nationen abspielt.
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3

Lola rennt

Sie rennt und renn und rennt – und zwar durch Berlin. In Tom Tykwers Überrschungserfolg aus dem Jahr 1998 rannte die von Franka Potente gespielte Lola wie eine Verrückte durch Berlin. Inklusive vieler Stadtansichten, die sich ins Gedächtnis brannten. Vor allem die Oberbaumbrücke, die die Berliner Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain verbindet, ist allgegenwärtig im Film. Die Bank, in der Lolas Vater arbeitet, steht am Bebelplatz und auch das Rathaus in Schöneberg dient als Filmkulisse für die Casino-Szene. Berlin durch und durch.
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4

Sonnenallee

In der von Leander Haußmann produzierten Komödie aus dem Jahr 1999 geht es vor allem um das Leben von Jugendlichen in Ost-Berlin während der 70er-Jahre. Der Name ist schon eine Hommage an Berlin, da in der gleichnamigen Straße damals ein Grenzübergang zwischen Ost- und Westberlin lag. Die berühmte Tanzszene des Films wurde übrigens in einer verlassenen Schule in Köpenick gedreht. Gehört zu einem der Filme in Berlin, die das Leben in der DDR eher komödiantisch zeigen.
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5

Die fetten Jahre sind vorbei

Kampf dem Kapitalismus, das Ende der verlogenen Wohlstandsgesellschaft, notfalls auch ein Kampf mit harten Bandagen. Drei Berliner Studenten brechen im Film in Luxusvillen ein, um den reichen Bewohnern dort mit selbstgesprayten Parolen, wie eben die des Filmtitels, einen Denkanstoß zu geben. Als sie dabei in Berlin-Zehlendorf vom Eigentümer des Hauses Justus Hardenberg überrascht werden, kidnappen die Drei in kurzerhand. Und müssen bald erfahren, dass der Bonze gar nicht so schubladenmäßig und verspießt ist. Viel wird von seiner Jugend in Berlin erzählt, von den Studentenprotesten und Rudi Dutschke, von seiner Mittgliedschaft beim SDS und kommuneähnlichen WG-Erlebnissen. Der Film übt Gesellschaftskritik und lässt gerade am Ende viele Interpretationsansätze. Toller Film, tolle Schauspieler.
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6

Comedian Harmonists

Einer der Filme in Berlin, der sich mit der Stadt beschäftigt, die vor und zur Zeit der Machtergreifung der Nazis vorhanden war. Der jüdische Harry Fommermann ist arbeitslos und beschließt ein Gesangsensemble zu gründen. Im Jahr 1927 wird der Plan vollendet, und die „Comedian Harmonists“ werden in Berlin-Friedenau gegründet. Die folgenden Jahre stellen erst das künstlerische Aufleben der Stadt Berlin dar und zeigen dann, was durch die Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung sowie generell der Zensierung durch die Regierung in Deutschland geschah.
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7

Das Leben der Anderen

Ein Sprung in den harten Politikapparat und die systematische Verfolgung in der DDR, zeigt der mit einem Oscar prämierte Film von Florian Henckel von Donnersmarck. Der Theaterautor Georg Dreymann steht im Film im Interesse der Stasi. Weil er dem von Ulrich Mühe gespielten Hauptmann Wiesler verdächtig vorkommt, wird er rund um die Uhr überwacht, abgehört und verfolgt. Nach und nach erkennt der linientreue DDR-Bürger dabei die Welt und den Wert der Kunst, die Dreyman lebt und gerät mehr und mehr in den Sog dessen Lebens. Am Ende verhilft Wieslter Dreyman, verdächtige Gegenstände vor einer Razzia verschwinden zu lassen und rettet somit dessen Existenz. Gedreht wurde unter anderem in der Birthler-Behörde in Lichtenberg, die Außendrehs für die Wohnung fanden in Friedrichshain, die Innendrehs in der Hufelandstraße 22 in Prenzlauer Berg statt. Auch der Rosa-Luxemburg-Platz, das Hebbel-Theater und die die Karl-Marx-Allee waren Drehorte. Ein wahrlich von Berlin geprägter Film und im Vergleich zu den vielen DDR-Komödien ein anderer, schockierender Blick auf das Leben in einem überwachten Staat.
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8

Anonyma – eine Frau in Berlin

Im Film geht es um eine anonyme Frau, gespielt von Nina Hoss, die im von der Roten Armee besetzen Berlin nach Kriegsende Opfer von Vergewaltigungen seitens der Russen wird. Während der Übergriffe nähert sich die Frau gleichzeitig an einen russischen Offizier an, ihre Eindrücke hält sie in Tagebuchform fest. Der Film basiert auf dem autobiografischen Buch „Eine Frau in Berlin“ von Martina Hillers, das die Grausamkeiten erzählt, die ihr widerfahren sind. Gesdreht wurde der Film zwar nicht in Berlin, allerdings zeigt er ein weiteres, wichtiges Kapitel der Stadt, nämlich die Zeit kurz nach dem Ende des 2.Weltkriegs.
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9

Alles auf Zucker!

Um jüdisches Leben im Berlin der Gegenwart, und die Diskrepanz zwischen religiösen Bräuchen und dem arbeitslosen Sportreporter Jackie Zucker geht es im Film von Dani Levy. Nach der Wiedervereinigung müssen die beiden so unterschiedlichen Brüder Jackie und Samuel sich, um das Erbe der Mutter zu erhalten, für die einwöchige, traditionelle Beerdigung zusammenraufen und vertragen. Der Film gibt einen weiteren Einblick ins Berlin der heutigen Zeit, und Orte wie die Neue Synagoge, der Jüdische Friedhof Weißensee und die Synagoge in der Rykestraße sind während des Films zu sehen.
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10

Der Baader-Meinhof-Komplex

Berlin im Zentrum hat auch das Mammutwerk von Bernd Eichinger aus dem Jahre 2008. Der Film zeigt beginnend mit den Studentenprotesten und der Tötung Benno Ohnesorgs in Berlin, über die gesamte Zeit des Terrorregimes der RAF bis hin zur Todesnacht im Stammheim-Gefängnis die ganze Geschichte dieser jüngeren deutschen Geschichte. In Berlin selbst wurde die meiste Zeit gedreht, berühmte Drehorte waren unter anderem der Kurfürstendamm, wo Rudi Dutschke angeschossen wurde. Generell war das Motto, so wahrheitsgetreu wie möglich die damdaligen Ereignisse wiederzugeben, weshalb sich die Haupstadt als idealer Drehort herauskristallisierte.
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Tipps und Hinweise

  • Auch noch schön sind folgende Filme, die ebenfalls einen starken Bezug zur Hauptstadt haben, und eigentlich genauso in die Liste gehören: „Aimée & Jaguar“, „Was nützt die Liebe in Gedanken“, „Sommer vorm Balkon“, „Prinzessinnenbad“, „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, und und und…

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