Der 31. Spieltag: Derbyzeit und Endspielstimmung

Ist nun alles entschieden? Borussia Dortmund hat im großen Spitzenspiel gegen den FC Bayern mit 1:0 triumphiert und damit zum vierten Mal in Folge gegen den großen Rivalen gewonnen.

Viel wichtiger sind aber die satten sechs Punkte Vorsprung, die man jetzt vor den Münchenern hat. Vier Spiele sind noch zu spielen und dementsprechend braucht der BVB noch maximal sieben Zähler zur Titelverteidigung.

Sicherlich kein unmögliches Unterfangen, doch welche Reaktion ist jetzt noch von den Bayern zu erwarten?

Der 31. Bundesliga-Spieltag: Fällt schon die Entscheidung im Meisterkampf?

Schalke-Dortmund: Kaum ist das Topspiel vorüber, da steht für Dortmund schon der nächste Kracher an: Das große Revier-Derby beim FC Schalke elektrisiert die Fanmassen im Pott. Die Schalker haben in den letzten Wochen mal wieder ihre zwei Gesichter gezeigt. Aufopferungsvoll kämpfend, aber glücklos und defensivschwach gegen Bilbao in der Euro League. In Galaform gegen Hannover. Nun aber die peinliche 1:4-Pleite in Nürnberg. Wie wird es gegen den Rivalen aus der Nachbarstadt aussehen? Nicht gut, betrachtet man die Bilanz gegen Spitzenmannschaften aus der aktuellen Saison: Nur gegen Gladbach konnte daheim gewonnen werden, alle anderen Spiele gingen verloren. Dortmund sollte sich dennoch nicht zu sicher sein und zu euphorisch in die Partie gehen. Doch Jürgen Klopp ist zuzutrauen, dass er die Konzentration und Fitness seiner elf auf hohem Level hält und auch auf Schalke bestehen kann. Prognose: Dortmund siegt 2:1.

Bayern-Mainz: Das erste Endspiel des FC Bayern ist also verloren gegangen. Es war keine herausragende Leistung, die die Roten in Dortmund zeigten und doch so dringend benötigt hätten. Die Niederlage war verdient und hätte doch abgewendet werden können, wenn Arjen Robben eine seiner beiden 100%igen Chancen genutzt hätte. Die kommenden Wochen mit dem Titelkampf auf drei Ebenen wird an den Nerven zehren und es muss schnell ein Erfolgserlebnis her, um Selbstbewusstsein zurück zu gewinnen. Als Gast kommt nun der FSV Mainz, der aktuell zwar gut in Form ist, allerdings seine Schäfchen schon beinahe im Trockenen hat. Andererseits haben die Mainzer im letzten Jahr in der Allianz Arena siegen können und auch das Hinspiel für sich entschieden. Prognose: Die Bayern können nicht leicht und locker aufspielen, rufen aber genug Qualität ab, um als 3:2-Sieger vom Platz zu gehen

Der 31. Bundesliga Spieltag und die Europa League Plätze

Stuttgart – Bremen: Zwei Vereine, zwei Gesichter, zwei Entwicklungen. Während der VFB in überragender Form ist und auch gegen Topteams Tore am Fließband produziert, sind die Werderaner weit von der Hinrundenform entfernt. Vor allem gegen starke Mannschaften klappt es nicht. Dazu kommt die Verletzungsmisere, welche durch die Generation der „jungen Wilden“ nicht ausgeglichen werden kann. Für Bremen scheint die Teilnahme an der Europa League erneut versperrt zu sein. Stuttgart lässt keine Zweifel an der eigenen Überlegenheit und siegt 4:1.

Hamburg – Hannover: Das kleine Nordderby verläuft normalerweise aufgrund der Fanfreundschaft beider Teams höchst friedlich, doch diesmal geht es für beide Mannschaften um verdammt viel. Hannover hat nach dem 2:0 über Wolfsburg alle Chancen, die Europa League erneut zu erreichen, Hamburg zittert nach dem blamablen 0:4 in Hoffenheim um den Klassenerhalt. Zudem ist 96 der absolute Angstgegner des HSV. Dieser Tatsache, der guten Kontertaktik von Mirko Slomka und dem Druck durch das eigene Publikum ist Thorsten Finks Mannschaft nicht gewachsen. Hannover siegt in Hamburg 2:0.

Freiburg – Hoffenheim: Markus Babbel ist ein Trainer, der offensichtlich sein Handwerk versteht. Erst führte er Hertha ins Bundesliga-Mittelfeld und nach seiner überraschenden Entlassung sorgt er auch in Hoffenheim für neuen Schwung. Nach dem 4:0 gegen Hamburg ergibt sich mit einem Mal die Chance auf's internationale Geschäft. Die Freiburger sind in ähnlich guter Verfassung und wollen so schnell wie möglich die 40 Punkte voll machen, um danach gemütlich in die verdiente Sommerpause zu gehen. Das sorgt für Spannung im Dreisamstadion und endet in einem umkämpften 2:2-Unentschieden.

Der 31. Bundesliga Spieltag: Die Traditionsvereine und das Abstiegsgespenst

Leverkusen – Hertha: So langsam darf man Panik bekommen bei Hertha BSC. Droht trotz Heilsbringer Otto Rehhagel erneut der Gang in die Zweitklassigkeit? Hoffnung macht da eigentlich nur, dass die Berliner auswärts bessere Ergebnisse erzielen als daheim und dass mit Leverkusen ein Gegner ansteht, der ebenfalls recht verunsichert ist. Denn auch wenn gegen Kaiserslautern ein 3:1 heraussprang – souveräne Spiele gegen Abstiegskandidaten sehen anders aus. Und so wird sich die Hertha ein 1:1-Remis unter Bayer-Kreuz erkämpfen und weiterhin die Hoffnung erhalten.

Gladbach – Köln: Noch düsterer als beim Bundesliga-Dino Hamburger SV sieht die Lage beim ersten Bundesliga-Meister 1.FC Köln aus. Nach dem ordentlichen Spiel gegen Bremen folgte ein 0:4-Desaster in Mainz und nun folgt auch noch das Derby gegen Angstgegner Gladbach. Trainer Stale Solbakkens Stuhl ist jedenfalls stark gefährdet, während Lucien Favre auf der anderen Seite trotz einiger Punktverluste in den letzten Wochen den größten Erfolg seit Jahrzehnten noch im Blick hat: die Qualifikation für die Champions League. Die Partie in Bremen war dazu schon ganz ansehnlich und gegen Köln wird es sogar wieder zu einem Dreier reichen. 3:0 heißt es am Ende für die Borussia und der Niedergang des FC geht weiter.

Wolfsburg – Augsburg: Bis zum vergangenen Wochenende hoffte man in Wolfsburg kurzfristig noch auf das internationale Geschäft, doch das scheint nach dem 0:2 in Hannover fast ausgeträumt. Der FC Augsburg will sich hingegen für die guten Leistungen der letzten Wochen belohnen und schafft das auch. Gegen einen demotivierten VfL gibt es sogar einen Auswärtssieg für den tapferen Aufsteiger. Augsburg gewinnt in Wolfsburg mit 2:1.

Kaiserslautern – Nürnberg: So langsam hat man in der Pfalz begriffen, dass die Bundesligazeiten des FCK erst einmal wieder passé sind. AUch Krassimir Balakov konnte daran nichts ändern und verlor seine ersten vier Spiele allesamt. Besser wird es auch nicht gegen den 1. FC Nürnberg. Der wähnt sich nach dem tollen 4:1 über Schalke dem Klassenerhalt nun ganz nah und das beflügelt. Für den Club gibt's auf dem Betzenberg einen sicheren 3:1-Erfolg.

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