Deckname Cor – Das dramatische Leben des Max Windmüller

Bevor der Deckname Cor für die Hoffnung auf die Flucht vor den Nazis in Holland und die Ausreise nach Palästina stand, wurde Max Windmüller selbst als Kind in Emden mit der beginnenden Schreckensherrschaft konfrontiert. Seinem Vater wird seine Gewerbeerlaubnis für seine Schlächterei genommen, die Familie muss nach Holland übersiedeln.

Als die Nazis die Niederlande überfallen, entscheidet sich der gerade 19-jährige Max dazu, in den Untergrund zu gehen.

Deckname Cor: Dokudrama von Eike Besuden

Max Windmüller hätte wie sein Bruder selbst ein Schiff nach Palästina besteigen können, schließt sich aber dem Widerstand an: Mit der Gruppe Westerweel gelingt es ihm fast 400 Juden vor den Nazis zu retten, er selbst, nunmehr unter seinem neuen Namen Cornelius Andringa, kann etwa 100 jüdische Kinder und Jugendliche persönlich über die Grenze und in die Freiheit schleusen.

Mit einem Ausweis des „Sicherheitsdienstes des Reichsführers-SS“ gelang es ihm in Frankreich die Flucht zu organisieren und ein Netzwerk aufzubauen, bis er 1944 in Paris festgenommen und ins KZ Buchenwald gebracht wird. Kurz vor Kriegsende, am 21. April 1945, wurde Windmüller krank und entkräftet auf einem Gewaltmarsch zum KZ Dachau von einem SS-Mann erschossen.

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Dokumentation über Max Windmüller, den jüdischen Widerstandskämpfer

Die Dokumentation mit Spielfilmelementen ist das Ergebnis von zehn Jahren intensiver Recherche: Eike Besuden schildert die Anfänge des Widerstandskämpfers als Kind in Emden, seine Arbeit in Holland, Belgien und Frankreich und verfolgt die Spur seiner Leistungen nach Spanien und zu den Überlebenden in Palästina. Er spricht mit Zeitzeugen und vermittelt sein Doku-Drama auch durch nachgestellte Szenen.

Unter dem Titel „Max Windmüller – der jüdische Widerstandskämpfer“ hat Eike Besuden bereits eine TV Doku über sein Thema abgeliefert, die im März 2011 im Ersten und auf Arte lief. Die Kinoversion von „Deckname Cor – Das dramatische Leben des Max Windmüller“ läuft ab dem 18. August 2011.

Deckname Cor – Das dramatische Leben des Max Windmüller
Regie, Drehbuch: Eike Besuden
Mit: Markus Seuß, Pegah Kazemi, Sonja Dengler, Christoph Jacobi
Produktion: Pinguin Film GmbH, NDR, Arte,
Verleih: Barnsteiner
Kinostart: 18.08.2011

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