Das wilde Leben – Schöne Brüste, nich(t)?

Heute war ich in der Spätvorstellung im Maxx-Kino am Isartor, dem einst größten Multiplex Kino in München, bevor das „Mathaeser“ in der Nähe des Hauptbahnhofs seine Pforten öffnete. Der Film heute: Das Wilde Leben – frei nach den Lebenserinnerungen von Uschi Obermaier. Ich erwarte von dem Film nicht viel, daher macht es mir auch nichts aus, ihn in einem anonymen und wenig ansprechenden Mulitplex Kino zu sehen.

Der Kinosaal ist nur zu einem Fünftel belegt, was mir sehr recht ist: Freie Platzwahl und beste Sicht. Und nun zum Film im Brainstorm: Zwei Schauspielerinnen für eine Rolle, manchmal Uschi mit bayerischem Dialekt, manchmal ohne; schreckliche Perücken, um 60er Flair rüberzubringen, wo es in Realität echte Haare waren, wirkt wie 60er-Motto-Party; die (sehr schönen) Brüste der Hauptdarstellerin werden gleich am Anfang des Films in Nahaufnahme gezeigt, man muß sich daran nicht satt sehen, sie werden während des ganzen Films ausgiebig und oft in die Kamera gehalten; es kommt einem vor, als wäre der Film für ein unaufgeklärtes, prüdes, brustfixiertes, männliches und dämliches Publikum geschrieben, dieses Publikum gibt es nicht (mehr); Rainer Langhans kommt als totale Karrikatur eines Menschen rüber – „nich?!“ – armer Matthias Schweighöfer, Du kannst es besser!

Fazit: Wenn Ihr gerne nackte Brüste seht, vor allem von der Seite und von oben, dann seit ihr in diesem Film genau richtig! Wenn Ihr selber welche habt oder die Eurer Freundin am schönsten findet, braucht ihr diesen Film nicht zu sehen.

A bientôt,

Jean Gérard

2 Meinungen

  1. Gehe ich richtig in der Annahme,dass dieser „Busen-Film“NICHT von Beate UHSE produziert wurde,und der erste deutsche Film ist,der ausschließlich auf Männer „zielt“,während Filme für Frauen sich NICHt auf die spezifischen Geschlechts-Merkmale von Männern reduzieren.Vielleicht ein Film für „kleine Jungs“ ab 12 Jahren,die aber die Kassen NICHT füllen werden.Papa hat die Kohle,doch der muss mit Mama ins Kino in „DREAM GIRLS“…

  2. Liebe Katy,gute Frage – wer hat die ganzen Dessous, Slips und BHs für die Obermaierin bereitgestellt? Wahrscheinlich handelt es sich um ein Geheimnis, „Victoria´s Secret“. Diese Vermutung legen zwei Gründe nahe: Einmal, dass der „Kies“, alias Keith Richards, für seine Uschi dort eingekauft haben könnte. Einmal weil Amerika und amerikanische Firmen in deutschen Filmen immer für „die große weite Welt“ stehen. Beate Uhse, als deutsches Unternehmen, wäre aus diesem Grund als Sponsor eines 68er-Films zu provinziell. Lustig im Film ist übrigens die Beschreibung Sendlings als Hort der Spießer, mit Schwabing als gedachtem Gegenstück. Heute ist es genau umgekehrt. Die Spießer wohnen in Schwabing, wo nichts, aber auch gar nichts los ist. In Sendling hingegen passiert was.Ich fühle mich in sogenannten Frauenfilmen grundsätzlich sehr wohl, vor allem wegen des Publikums.A bientôt,Jean Gérard

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