Das Supertalent 2011: Bohlen und Team sind wieder auf Talentsuche

Im September ist es wieder so weit: RTL sucht das „Supertalent 2011“. Mit ihren vielfältigen Darbietungen stellen sich Kandidaten Deutschlands Juror-Primus Dieter Bohlen. Er wird bei seiner Arbeit Motsi Mabuse und Sylvie van der Vaart untersützt.

Das Konzept der Show verlangt niemandem intellektuelle Höchstleistungen ab: Egal was für ein „Talent“ eine Person mitbringt, hier kann er es einem Millionen-Publikum präsentieren. Das Juroren-Team bewertet dann den Auftritt per Buzzer, mit dem es jeweils ein „X“ verteilen kann. Geben alle drei Jury-Mitglieder ein „X“, ist die Vorführung zuende und der Kandidat muss in die triste Welt zurückkehren, aus der er vor seinen 15 Sekunden Ruhm gekommen war. Falls nur ein oder zwei Buzzer ertönen, gibt es eine Beratung der Juroren. Mindestens zwei nach oben zeigende Cäsaren-Daumen sind dann nötig, um die nächste Runde zu erreichen.

Das „Supertalent 2011“: Niveau-Tiefflüge in Dauerschleife

Dabei scheint kein Griff in die unteren Geschmack-Schubladen des Kuriositäten-Kabinetts tief genug: Mit Grauen erinnert sich der Fernsehzuschauer an „Mr. Methane“, einen Kunst-Pupser aus England, der sich 2009 bis ins Halbfinale der Sendung blähte. Andere Kandidaten wählten konventionellere Wege des Vortrags: Ricardo Marinello, Sieger der ersten Staffel im Jahr 2007, überzeugte durch stimmliches Talent und trug den Rausschmeißer „Time To Say Goodbye“ vor. Ab dem Halbfinale können auch die Zuschauer für ihren Liebling per Telefon und SMS abstimmen. In der Final-Show geht es dann um den Titel „Supertalent 2011“ sowie um 100.000 Euro für den Gewinner.

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Daneben gibt es aber auch tolle Erfolgsgeschichten: Michael Hirte, ein behinderter Hartz 4-Empfänger, der seinen Lebensunterhalt mit Mundharmonika-Spielen in Fußgängerzonen aufbesserte, eroberte die Herzen der Fans und hat seitdem mehrere erfolgreiche Platten veröffentlicht. Inwiefern die emotionale Aufbereitung seiner Lebensgeschichte in den Medien eher der Grund für den Sieg waren als seine musikalischen Darbietungen, steht in einem anderen Kapitel.

15 neue Folgen für das „Supertalent 2011“

Beachtlich waren auch die Auftritte von Freddy Sahin-Scholl, der sowohl Bariton, als auch Countertenor singen konnte. Ob solche Einzel-Darbietungen das Schauen der gesamten 15 Folgen notwendig macht, ist allerdings fraglich, besonders weil es bei vielen Kandidaten offensichtlich darum geht sie vor einem Millionenpublikum der Lächerlichkeit preis zu geben. Von Fremdschämen über berührend bis geschmacklos nutzt RTL wieder eimal die volle Klaviatur der anspruchslosen TV-Unterhaltung.

Damit auch ja niemand diesen Gipfel der Unterhaltungskunst verpasst, werden am Start-Wochenende, dem 16. und 17. September, gleich zwei Folgen der Sendung ausgestrahlt. Danach wird die Show wöchentlich den wichtigen 20.15-Sendeplatz am Samstag einnehmen. Moderiert wird das „Supertalent“ von Daniel Hartwich und Marco Schreyl.

Alle Folgen bis auf die live ausgestrahlten Halbfinals und Finals sind schon abgedreht. Falls Sie also mit Hunden jonglieren, einen Löwen mit bloßen Händen erwürgen oder „Alle meine Entchen“ summen können, müssen Sie ihren großen Auftritt bis zur nächsten Staffel des „Supertalents“ verschieben. Hier vorab als kleine Einstimmung einige Bilder aus den Castings:

Alle Infos zu „Das Supertalent“ finden Sie auch im Special bei RTL.de.

Eine Meinung

  1. Sorry, aber die beiden ersten Sendungen 2011 waren extrem langweilig und Motsi Mabuse ist kein Ersatz für Bruce Darnell. Mehr Kritik zum Supertalent: http://diemeinungen.de/index.php/tv/550-meinung-zu-das-supertalent-und-motsi-mabuse

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