Crossing Over: Episodenfilm mit Harrison Ford

Regisseur Wayne Kramer, selbst eingewanderter Südafrikaner, hat sich in „Crossing Over“ mit den Träumen und Problemen illegaler Immigranten auseinandergesetzt. Dabei versucht er auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen und plädiert somit für Toleranz und Empathie.

„Crossing Over“ ist ein Geflecht verschiedener Episoden, die zunächst einmal keine erkennbare Verbindung haben, sich aber im Laufe des Films treffen. Harrison Ford ist beispielsweise ein Agent der Einwanderungsbehörde, der eigentlich dafür sorgen soll, dass illegale Einwanderer wieder zurück geschickt werden, sich dann aber aus Schuldgefühlen für eine junge Mexikanerin einsetzt. Ray Liotta hingegen benutzt als Sachbearbeiter für Green Cards seine Macht, um sich Frauen gefügig zu machen.

Immigranten wollen in Crossing Over ein besseres Leben in Amerika

Einer der interessantesten Punkte an „Crossing Over“ ist, dass nicht nur Immigranten aus armen Ländern dargestellt werden, die mit illegalen Mitteln ihr Glück in Amerika suchen. So zeigt eine der Episoden einen britischen Musiker, der sich einen Job sichern will und dazu seine nicht praktizierte jüdische Religion einsetzt, eine andere dreht sich um ein australisches Modell, das sich gegen eine Green Card sexuell ausnutzen lässt.

Bei den Kritikern und beim Publikum ist „Crossing Over“ gnadenlos durchgefallen, woran auch die Liste von großartigen Schauspielern nichts ändern konnte. Gerade Harrison Ford wurde für seine Leistung sehr gelobt, auch der gesamte Ansatz des Films konnte einen gewissen Sympathiebonus einstreichen, doch wurde vor allem die erzwungen wirkende Komplexität gerügt, die dennoch nichts erklärt.

Trotz Glanzleistung von Harrison Ford eher schwache Kritiken

In der Tat wird in „Crossing Over“ nicht wirklich klar, warum so viele in diesem Land leben möchten, das – so zeigt es der Film – nichts unversucht lässt, um die Immigranten möglichst fern zu halten.

Der Film, der in den USA nur eine sehr geringe Verbreitung im Kino gefunden hat und demnach die Kinocharts nicht erobern konnte, wird in Deutschland am 25.06.2009 starten.

Eine Meinung

  1. Klasse Film.

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