Chilis: Welche Sorten gibt es und welche Wirkung haben sie

Chilis sind die scharfen Anverwandten der Paprikaschoten und gehören zu den Nachtschattengewächsen. Dabei bringt so mancher Schärfegrad in sogenannten Scoville-Einheiten bemessen auch den stärksten Mann zum Weinen! Die beißende Schärfe vermittelt dabei immer Schmerzen! Schuld daran ist der Inhaltsstoff Capsaicin, der sogar in der Medizin gegen Rheumabeschwerden, Krebsleiden, als Pfefferspray bei Abwehrmitteln oder gar als Dopingmittel bei Pferden eingesetzt werden. Wenn Sie wissen wollen, welche die hotteste unter den hotten Schoten ist, lesen Sie hier:

 So wird's gemacht!

1

Anaheim New Mexican

In den USA, im Staate New Mexico, ist die Anaheim New Mexican Chili-Schote eine Art Grundnahrungsmittel. Diese Exemplare werden stolze 15 bis 20 cm lang und dadurch kann man sie gut zum Füllen. Grün werden sie frisch verarbeitet. Zunächst röstet man sie und zieht ihnen die Haut ab und macht leckere Gerichte wie beispielsweise Green Chili Stew. Rot und reif werden sie meist zu Chilipulver verarbeitet. Der Scoville-Grad (1-10): 1-4

2

Poblano, Ancho

Poblano ist in Mexiko ein großer Chili, der grün geerntet wird. Dann wird er wie immer geröstet und die Haut entfernt oder gekocht. Rot herangereift wird er zumeist getrocknet und heißt „Ancho“. Diese nun mittlerweile schwarz gewordenen Schoten haben einen sehr herb-süßlichen Geschmack wie Pflaumen. Die türkische Variante heißt Dolmalik. Der Scoville-Grad (1-10): 1-3

3

Piment d'Espelette

Nur echt ist der „Piment d'Espelette“, wenn er aus dem baskischen Ort in Südfrankreich Espelette stammt. Sehr angenehm in der Schärfe bereitet man mit dieser Chilisorte auch Nationalgerichte wie „Piperade“ (ein traditionelles Eiergericht) zu. Meist noch in zermahlender, aber grober Form von Fisch, Fleisch oder zu Soßen verwedet.  Der Scoville-Grad (1-10): 4

4

Kirschpaprika

Die fruchtig, feurigen Kirsch-Paprika sehen schon niedlich, so besonders rund aus und stammen aus Ungarn. Gerne isst man sie eingelegt oder mit Frischkäse gefüllt. Doch sind nicht alle Kirschpaprika so harmlos, denn die „Cherry Bomb“ ist dagegen sehr scharf! Der Scoville-Grad (1-10): 1-5

5

Jalapeño

Der beliebte Klassiker unter den feurigen Schoten sind wohl für die bekannte Tex-Mex-Küche diese dickfleischigen grünen Schoten. Bis zu 7-8 cm werden sie lang und grün geerntet. Dann werden sie meist eingelegt oder eignen sich frisch hervorragend für die Zubereitung von Salaten oder Salsas. Chipotle ist dabei die geräuchterte Variante der Jalapeño-Schote. Der Scoville-Grad (1-10): 5

6

Serrano

Das Muss für mexikanische rote Salsa ist die Chilisorte Serrano! 4 bis 8 cm lang werden diese Schoten und haben es ein sich – eine schon schneidende Schärfe. Definitiv schärfer als die Jalapeños, werden die Serranos grün und rot geerntet und immer frisch verarbeitet. Trocknen lassen sie sich schlecht (Jalapeños auch), aber gut einfrieren kann man sie. Der Scoville-Grad (1-10): 6

7

Cayenne

Ein mexikanischer Klassiker unter den Chilis ist Cayenne. Sie kann dabei 5-20cm groß wachsen und wird meist getrocknet und zu Cayennepulver verarbeitet. Dieses Pulver ist wirklich feurig und steht schon unter der Rubrik „gefährlich scharf“ auf unserer Scoville-Skala! Bei der Zubereitung bitte unbedingt Handschuhe tragen! Der Scoville-Grad (1-10): 8

8

Birdeye, Malagueta

Die so niedlich anmutenden orangeroten Schoten unter den Chilis sind nichts für schwache Geschmäcker! Sie können getrocknet oder direkt frisch verarbeitet werden. Doch Vorsicht bei der Dosierung! Bei der Zubereitung bitte unbedingt Handschuhe tragen! Der Scoville-Grad (1-10): 8

9

Thai

Ebenso schneidend in der Schärfe ist die 3-4 cm langen Thai-Chilis. Sie werden grün oder rot geerntet und sind eine feste Instanz in jeder asiatischen Küche. Sehr selten ist diese Sorte aber und daher schwer zu bekommen. Bei der Zubereitung bitte unbedingt Handschuhe tragen! Der Scoville-Grad (1-10): 8

10

Habanero

Der Overkill in Sachen Schärfe bereitet aber nach wie vor die Chilisorte Habanero. Extrem ist die Schärfe im Mund auszuhalten und dies ist auch nur wenigen Menschen angenehm. Es gibt orangefarbene oder auch rote Habaneros, die meistens zu Soßen verarbeitet werden. Bei der Zubereitung bitte unbedingt Handschuhe tragen! Vorsicht beim Verzehr ist also geboten!! Der Scoville-Grad (1-10): 10!

11

Bhut Jolokia

Sie hat den Ruf die „schärfste Chilischote der Welt“ zu sein: Bhut Jolokia! Wer es einmal wirklich wissen will und keine schwachen Geschmacksknospen hat, der kann sich an dieser 5 bis 8,5 cm langen und zumeist getrockneten Chilischote probieren. Doch Vorsicht, das ist wirklich um einiges noch schärfer als die Habanero. Bei der Zubereitung bitte unbedingt Handschuhe tragen! Vorsicht beim Verzehr ist also geboten!!!! Der Scoville-Grad (1-10): 10!

Eine Meinung

  1. Bitte ändert doch die Bezeichnung „Scoville-Grad“ oder weist den Chilis den korrekten Scoville-Grad zu. Denn 0-10 Scoville entspricht GEMÜSEPAPRIKA und nicht Habaneros, die haben über 100.000 Scoville!!!

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