Brighton Rock: Lohnt sich das Remake?

Ursprünglich schrieb Greene das Werk im Rahmen der 30er Jahre und auch der 1947 gedrehte Film dazu ließ sich in dem Jahrzehnt nieder. Nun hat jedoch Drehbuchautor Rowan Joffe („The American“, „28 weeks later“) in seinem Regiedebüt das Remake in die Zeit der Mods und Rocker versetzt, so dass sich ein gewisses „Quadrophenia“-Gefühl nicht vermeiden lässt.

„Brighton Rock“ macht Mods zu Gangstern

In „Brighton Rock“ geht es um den skrupellosen Teenager Pinkie (Sam Riley „Control“), der zusammen mit einer Gang von Mods sein Unwesen treibt. Pinkie legt sich mit dem Journalisten Hale (Sean Harris) an, der den ehemaligen Boss von Pinkies Truppe betrogen hat. In das Drama hinein gezogen wird auch die unschuldige Rose (Andrea Riseborough), die von Pinkie umworben wird. Als die außenstehende Ida (Helen Mirren) überraschend auf den verängstigten Hale trifft, versucht sie, die junge Rose vor Pinkie zu retten.

Ein wenig sehr dramatisch klingt der Plot, aber was dahinter steckt, sind die menschlichen Wirrungen, die das Leben verschiedenster Personen zusammen führen und durcheinander bringen und die Moral heraus fordern.

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Ein Teenager als Gangsterboss

Was die Riege an Schauspielern angeht, scheint „Brighton Rock“ keine Probleme zu haben, selbst Jungtalent Sam Riley hat mit seiner jüngsten Darstellung des Joy Division Frontmannes Ian Curtis Preise über Preise eingeheimst. Über Helen Mirren muss nicht mehr viel gesagt werden und auch die anderen Darsteller (u.A. John Hurt und Andy Serkis) versprechen herausragende Darstellungen. Auch die Kameraarbeit und Ausstattung scheinen zu überzeugen. Bleibt nur noch die leidige Frage, wozu ein Remake von „Brighton Rock“ nötig ist, wenn die originale Verfilmung auch heute noch Eindruck macht. Für Fans der Krimithriller mit Fokus auf die zwischenmenschlichen Beziehungen aber sicherlich dennoch ein Augenschmaus.

Ab dem 7.4.2011 im Kino.

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