Box Office USA (06.-08.10.06)

Martin Scorcese hat es geschafft. Nach sage und schreibe 15 Jahren hat er endlich wieder einen Nummer-1-Box-Office-Hit – der letzte war tatsächlich Cape Fear (Kap der Angst) 1991. Sein neuer Thriller The Departed ist zwar keine eigene Erfindung, sondern ein Remake des Asien-Hits Infernal Affairs, hat die Kritiker jedoch wie kaum ein anderer Film dieses Jahr zu wahren Begeisterungsstürmen hingerissen. Die Story dreht sich um einen Cop, der eine Mafiaorganisation infiltriert und einen Gangster aus eben jenem Syndikat, der sich zeitgleich bei der Polizei einschleusen lässt. Der Film ist hochkarätig besetzt: neben Leonardo DiCaprio und Matt Damon spielen Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Martin Sheen und Alec Baldwin. Die $90 Mio.-Produktion brachte es an diesem Wochenende auf stattliche $27 Mio. und damit an die Spitze der Charts. Bei uns läuft The Departed mit dem unnützen Untertitel Unter Feinden ab dem 7. Dezember.

Auf Platz 2 gestartet ist der Horror-Streifen The Texas Chainsaw Massacre:The Beginning, der $19 Mio. eingespielt hat. Ein mehr als solides Ergebnis, schließlich ist der Film für günstige $16 Mio. produziert worden. Neben Fast & FuriousBeauty Jordana Brewster und dem aus dem ersten Teil bekannten Bad Cop-Darsteller R. Lee Ermey spielen vor allem aus dem TV bekannte Gesichter mit. Für uns werden das nicht gerade selige Weihnachten – ab dem 14.12. läuft das Massaker bei uns.

Der Animationsspaß Open Season, letzte Woche noch Nummer 1, landete dieses Mal auf dem dritten Platz mit guten $16 Mio. Damit kommen der quasselnde Elch und der schüchterne Bär auf insgesamt $44 Mio. Ab dem 9. November läuft Open Season unter dem Titel Jagdfieber in unseren Kinos.

Platz 4 geht diese Woche an die neue Komödie Employee of the Month mit Dukes of Hazzard-Blondie Jessica Simpson in der Hauptrolle. Ihren männlichen Counterpart Dan Cook kennt man aus so zwiespältigen Filmerfahrungen wie Torque (Hart am Limit, 2004) und Simon Sez (1999, mit Ex-Basketball-Rowdie-jetzt-Möchtegernfilmstar Dennis Rodman). Der Mitarbeiter des Monats bringt es an seinem Debütwochenende auf $11 Mio. – das entspricht fast genau dem Budget des Films, somit ist das Ergebnis wirklich nicht schlecht.

Abgerutscht auf Platz 5 sind Ashton Kutcher und Kevin Costner mit ihrem Küstenwachen-Actionthriller The Guardian. Mit knappen $10 Mio. Einspiel kommt der Film auf insgesamt etwas schwache $32 Mio.

Ein kleiner Blick auf die weiteren Plätze: die Jackass-Chaoten (Platz 6) haben bisher stattliche $63 Mio. angehäuft (erschreckend), Vin Diesels Gridiron Gang (Platz 8) kommt nach 4 Wochen auf $37 Mio. (gut), Magier Edward Norton mit seinem Independent-Pic The Illusionist auf $34 Mio. nach 8 Wochen (zauberhaft), die Flyboys (Platz 12) bringen es nach 3 Wochen auf gerade einmal $12 Mio. (abgestürzt) und der Ex-Oscar-Kandidat-jetzt-Flop The Black Dahlia (Platz 15 )kommt auf $22 Mio. nach 4 Wochen (schwach).

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