Beautiful Girl: Horror Film von Michael Cunningham

Pulitzer-Preisträger Michael Cunningham hat als Autor und Drehbuchautor ein hohes Renommé. Er ist der Autor des Romans The Hours, der mit Nicole Kidman, Julianne Moore und anderen Hollywood-Schönheiten, die schauspielern können, verfilmt wurde. Mit dem Thriller Beautiful Girl würde er sein Regiedebüt feiern.

Würde er für dieses Projekt auf seine Kontakte zu talentierten Frauen verzichten und genretypisch auf blondierte, unbekannte Hüpfdohlen setzen? Oder werden wir Scarlett Johansson bald kopf- und beinlos durch ein amerikanisches High-School-Setting hetzen sehen?

Beautiful Girl – häufiger Titel klingt nicht wirklich neu

Die Grundidee scheint so simpel zu sein, wie sie klingt, denn in einem Interview mit der Variety sagte Drehbuchautor und Regisseur Cunningham: „Als ich über Virginia Wolff [The Hours] geschrieben habe, kreisten meine Gedanken dennoch um die Idee, leicht bekleidete Mädchen von einem Masken tragenden Killer dezimieren zu lassen. Daher habe ich mir geschworen, sofort einen dieser gruseligen Filme in Angriff zu nehmen, sollte ich die passende Idee haben.“

Cunningham hat den Plot wohl um die Idee herumgebaut, Mädchen in Todesangst zu zeigen. Das kennt man ja schon. Der Ruf des Autors, der sich im Vorfeld der Promotion seines Filmprojekts als großer Fan des Horrorgenres geoutet hat, sollte doch mehr als nur das versprechen. Wenn schon klar ist, dass das Rezept nicht gerade neuartig und anspruchsvoll ist, kann ja immer noch die gelungene Zubereitung hinreißen. Sollte sie auch unbedingt.

Zur Story: Über die Sommerferien hat ein von Mobbing geplagtes Mädchen sechs Kleidergrößen abgenommen. Das Abschlussjahr an der High School beginnt, und kaum dass die Schülerin aufgeblüht ist, beginnt der Lehrer für englische Literatur eine Affäre mit ihr. Er ist bald so besessen von ihr, dass er sich vornimmt, allen zu schaden, die es einmal wagen konnten, seine Grazie zu demütigen.

Zwar wird sich der Lehrer vielleicht ohne Maske an die mörderische Arbeit machen, aber dass ein paar blondierte Cheerleader auf der Abschussliste stehen, das steht mal zu vermuten.

Fader Beigeschmack von Beautiful Girl

Wenn sich ein bis dato genrefremder Autor an ein Horrorwerk wagt, hat das immer den faden Beigeschmack, dass jemand an der recht konsumstarken Horrorfangemeinde gutes Geld verdienen möchte. Das soll natürlich keine Vorverurteilung sein. Cunningham hat bei Screen Gems alle Möglichkeiten, einen soliden Genrefilm zu schaffen, der zufriedene Abnehmer finden kann. Dann würde er zweifellos seine Namensvettern von 1990, 1996 und 2003 aus dem Gedächtnis verdrängen.

Beautiful Girl
Kinostart: 2011
Genre: Thriller, Horror
Regie: Michael Cunningham
Drehbuch: Michael Cunningham
Produktion: Douglas Wick, Lucy Fisher
Verleih: Screen Gems
Studio: Red Wagon

weiterführende Links:

http://www.blairwitch.de/news/news.php?id=6870

Eine Meinung

  1. Hmm, hört sich jetzt nicht so sonderlich spannend an. Leider gibts ja schon viele mittelmäßige Horrorstreifen. Wenn das Ding 2011 rauskommen soll, müsste es doch einen Trailer und ne offizielle Filmseite geben? vielleicht kann man sich schon mal ein genaueres Bild machen??GrußRalf

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.