Keybord lernen: So werden Sie Schritt für Schritt zum Hobby-Keyborder

Keyboard lernen ist nicht unmöglich, auch im hohen Alter nicht, wer also denkt, er sei zu alt zum Keyboard lernen, der sollte sich einfach trauen und es aus probieren. Tatsächlich muss man als Autodidakt vor allem Disziplin zeigen und etwas Zeit investieren. Wiederholungen von Übungen, selbst wenn sie langweilig werden können, gehören besonders am Anfang dazu und ein Blick in die Theorie von Notensystemen hilft auch, selbst wenn es vielen als überflüssig erscheint. Auch der Autodidakt muss die Technik beherrschen, bevor er lustig vor sich hin musizieren kann.

Keybord lernen: So wirds gemacht!

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Noten lernen

Bevor Sie starten, schauen Sie sich das Notensystem an und spielen Sie die einzelnen Noten nach, schauen Sie sich an, welche Taste welche Note bestimmt, machen Sie sich mit der Theorie vertraut. Auch ein Hobby Keyboarder muss mit den Grundlagen anfangen, denn je eher Sie sich mit dem Notensystem auskennen, desto leichter fällt es Ihnen, Songs zu spielen, ohne ständig auf der Tastatur zu suchen.

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Die ersten Schritte

Sie fangen mit der rechten Hand zu üben an. Dabei spielt der Daumen die C-Taste, also den Beginn der Tonleiter. Üben Sie nun erst einmal leichte Tonabfolgen die Tonleiter herauf und herunter, bis Sie sicher damit sind. Versuchen Sie dann, verschiedene Tonfolgen zu spielen, es gibt Songs, die nur damit gespielt werden (ohne Akkorde). Probieren Sie sich ein wenig aus, immerhin soll es Spaß machen. Das können Sie dann auch mit der linken Hand probieren. Üben Sie erst einmal so, dass sie jeweils eine Hand spielen und nicht beide gleichzeitig.

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Oktave

Eine Oktave spielen ist mit etwas Übung gar nicht so schwer, wenn Sie alle Töne bis zum kleinen Finger durchgespielt haben, spielen Sie die nächste Taste mit ihrem Daumen derselben Hand, dieser legt sich einfach über den kleinen Finger und auf die nächste Taste, von da aus können Sie wie gehabt mit der Hand weiterspielen. Auch wenn es verlockt, nehmen Sie nicht die andere Hand hinzu!

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10-Finger Technik

Für gewöhnlich spielt die linke Hand die Akkorde, während die rechte Hand die Melodien spielt (also ähnlich, wie bei der Gitarre). Fangen Sie mit einfachen Akkordübungen an und suchen Sie sich dazu Lieder heraus, die nicht mehr als zwei (leichte) Akkorde beinhalten, so dass Sie diese üben können.

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Augen auf die Noten

Ähnlich wie beim Tanzen lernen ist es eher kontraproduktiv, wenn man statt auf die Noten (bzw. ins Gesicht des Tanzpartners) auf seine Finger (beim Tanzen selbstverständlich auf die Füße) guckt, weil man dann erstens nicht nach den Noten spielen kann und stockend vor sich hin klimpert und zum anderen, weil man dadurch länger braucht, um das 10-Finger-Spielen zu erlernen.

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Mitsingen

Spielen und gleichzeitig singen sieht immer so einfach aus, aber Fakt ist, wenn man das Lied noch nicht gut spielen kann, ist es für die Meisten sehr schwierig. Erst, wenn man das Lied in und auswendig kann, ist man sicher genug, um auch mit zu singen, da die Finger automatisch über die Tastatur fliegen.

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Musikunterricht

Auch wenn man als Autodidakt mit viel Übung sehr weit kommen kann, man sollte – wenn man das Hobby weiter führen möchte – zumindest in Erwägung ziehen, ein paar Unterrichtsstunden zu nehmen, denn vor allem kleine Fehler, die man sich angewöhnt hat, fallen einem selbst gar nicht auf, hindern aber das professionelle Spielen. Musikstudenten bieten oftmals günstige Stunden an.

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Keyboard und Klavier

Ein Keyboard ist nicht dasselbe, wie ein Klavier, daher sollte man nicht mit der falschen Hoffnung an das Keyboard Lernen heran gehen, dass man mit ein paar beeindruckenden Keyboard Performances gleich in die Konzerthallen ans Piano passt.

Tipps und Hinweise

  • Entspannen Sie Ihre Hände, es spielt sich leichter und schneller, wenn Sie nicht mit steifen Fingern auf die Tasten hauen, als würden Sie einen Korken eindrücken.
  • Nutzen Sie einen unterliegenden Beat, um im Takt zu spielen, aber achten Sie darauf, dass es auch der Richtige für das Lied ist.
  • Spielen Sie einfache, bekannte Sachen am Anfang. Bevor Sie sich also an klassischen Meisterstücken heran wagen, können es auch ruhig ein paar Popsongs oder sogar Kinderlieder sein, denn damit üben Sie besser die ersten Akkorde und die Erfolgserlebnisse stellen sich schneller ein, was auch die Motivation steigert.
Schwierigkeitsgrad:  

2 Meinungen

  1. Alles gut und präzise erklärt. Ich halte vor allem den Punkt mit dem Zuhören und Mitsingen besonder sbedeutsam. Denn wenn der Spieler die Melodie schon kennnt, hat er sie fest im Kopf verankert und kann beim Spielen seine Gedächtnisleistung wieder abrufen.

  2. Hi, ja genau so habe ich auch angefangen und mittlerweile läuft es 😉 Schwierigste war für mich wirklich das Mitsingen zum spielen. Aber nach wenig Übung läuft auch das.

    Lg

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