Abitur nach 12 Jahren: Welche Vor- und Nachteile bietet dieses Modell?

Die Verkürzung der Schulzeit auf einem Gymnasium auf 12 Jahre ist in beinahe allen Bundesländern Pflicht und wird, wenn noch nicht in Kraft, in den nächsten Jahren durchgesetzt. Einzig in Rheinland-Pfalz gibt es weiterhin das alte Modell. Doch ein Abitur nach 12 Jahren trifft nicht immer auf Zustimmung bei den Eltern und Experten, mit Pro und Contra Argumenten lässt sich aufzeigen, wie unterschiedlich die Meinungen zu diesem Thema sind.

Schulzeitverkürzung durch Abitur nach 12 Jahren

Wer schneller mit der Schule fertig ist, soll früher im Berufsleben durchstarten, doch ist dies wirklich hilfreich bei einer Generation, die es im Jobeinstieg ohnehin schwer hat? Es geht hier jedoch auch um die Wirtschaft, die mit jüngeren Abiturienten schon früh für Nachwuchs sorgen kann. Wenn viele junge Menschen früher in den Beruf einsteigen, können sie schneller in die Rentenkassen einzahlen. Auch dies ist ein wichtiger Hintergedanke, der bei der Entscheidung, das Abitur nach 12 Jahren einzuführen, einen Ausschlag gegeben hat.

Vor- und Nachteile im Überblick

Glaubt man dem Feedback der Universitäten, ist schon jetzt abzusehen, dass junge Studienanfänger es schwerer haben, sich auf das Studieren einzustellen. Das so genannte „G8“ bezeichnet die acht Schuljahre, die nunmehr auf einem Gymnasium absolviert werden müssen. Hier ist mit der neuen Regelung der Unterricht deutlich dichter gestrickt, darunter leiden zum Beispiel künstlerische Fächer wie Musik oder auch das Fach Religion. Auch das Lernen am Samstag ist laut der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft familienunfreundlich und kommt den Bedürfnissen der Jugendlichen nicht entgegen. Das Ziel, alle Schulen auf 12 Jahre zu verkürzen, ist jedoch in Deutschland schon bald erreicht und somit unumstößlich.

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