Waldorfschulen-Unterricht: Pros und Contras

Für viele ist die Anthroposophie eine obskure und nicht nachweisbare Lehre, die von Rudolf Steiner begründet wurde. Die erste Waldorfschule enstand, als der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrikant Emil Molts Rudolf Steiner darum bat, eine Schule für die Arbeiterkinder zu führen. Der Waldorfschulen-Unterricht basiert auf der Waldorf-Pädagogik nach den Prinzipien der Ganzheitlichkeit und der Spiritualität der Anthroposophie. Steiner setzte den Menschen in Bezug zum Über- sinnlichen, daher die „unwissenschaftliche Sichtweise“, die den Schulen und der Lehre immer noch vorgeworfen werden. Dabei werden Kinder in dieser Ersatzschule, die vom deutschen Staat anerkannt wird, innerhalb von zwölf Jahren auf das Abitur vorbereitet wie bei jedem anderen Gymansium. 

Waldorfschule: Der Unterricht

Die Unterrichtsmethoden sind ungewöhnlich, da es aufgrund der Gleichberechtigung von intellektuell-kognitiven, künstlerisch-kreativen und handwerklich-praktischen Fähigkeiten der Kinder wesentlich mehr künstlerische und handwerkliche Fächer gibt. Lehrbücher sind nicht erwünscht, und elektronische Medien werden sehr selten eingesetzt. Für die meisten ist jedoch am ungewöhnlichsten, dass es keine Zeugnisse mit Noten gibt, sondern, wie es der Anthroposophie entspricht, eine Beschreibung der individuellen Lernfortschritte. Ab der neunten Klasse werden dann auch hier Noten vergeben, allerdings nur auf Nachfrage der Eltern. Nach Abschluss der zwölften Klasse bieten die meisten Waldorschulen eine weitere Klasse an, um die Schüler für das Abitur vorzubereiten. 

Waldorfschulen-Unterricht: Abitur

Über die Hälfte der Schüler, die am Waldorfschulen-Unterricht teilgenommen hat, macht die Hochschulreife  und ca. ein Drittel den Realschulabschluss, so dass diese sogenannten Ersatzschulen doch ihre Daseinsberechtigung haben. Eine Vielfalt an Schulen, die Schülern die Ausbildung verschiedener Fähigkeiten ermöglichen, kann nur sinnvoll sein. Für manchen Schüler stellt der Waldorfschulen-Unterricht, so abstrus er wirken mag, eine Möglichkeit dar, den eigenen Fähigkeiten und Neigungen entsprechend gezielt zu lernen.

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