Eine Insel namens Udo: Kurt Krömer in einer Romanze

„Eine Insel namens Udo“ dreht die alte Geschichte vom unsichtbaren Hasen Harvey einfach um: Während damals James Stewart die ungewöhnlichen Aktionen des imaginären Freundes kommentierte, wird das Publikum in der neuen Komödie vom X-Verleih („Alles auf Zucker“, „Der Krieger und die Kaiserin“, „Good Bye, Lenin“) nun Teil der Eskapaden eines Menschen, der von seiner Umwelt nicht wahrgenommen wird: Udo (Kurt Krömer, „Krömer – die internationale Show“, Kabarettprogramm „Na, du alte Kackbratze“) kann sich aufgrund seiner Durschnittlichkeit völlig unbemerkt, nahezu inkognito, unter seinen Mitmenschen bewegen – was ihm als Kaufhausdetektiv durchaus nützlich ist.

Eine Insel namens Udo: Ab Sommer vom X-Verleih im Kino

Erst wenn Udo mit jemandem in direkten Kontakt tritt, werden die Leute um ihn herum aufmerksam – und das betrifft sogar seine Freunde. Doch auch wenn er ein bisschen aufpassen muss, nicht über den Haufen gerannt zu werden, kann er sich doch immerhin einiges herausnehmen, da man ihn ja im Allgemeinen nicht bemerkt. Als er jedoch Jasmin (Fritzi Haberlandt, „Erbsen auf halb sechs“) trifft, versteht er die Welt nicht mehr: Sie bekommt Udos Aktionen ganz genau mit und über kurz oder lang scheint auch die restliche Umwelt dafür zu sorgen, dass sich Udos Leben umstellen muss.

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In einem Interview sagte Kurt Krömer einmal, er erzähle keine Witze, er sei der Witz. Und in „Eine Insel namens Udo“ verhält es sich ähnlich: Ohne sich dem unlustigen Massengeschmack anzubiedern, zeigt er eine komische, wie auch menschliche Figur, deren überspitztes Schicksal dennoch vage bekannt vorkommen kann. Der Witz an sich ist zwar nicht neu (Patient:“Herr Doktor, niemand nimmt mich wahr!“, Arzt: „Der nächste bitte.“), aber Krömers genaue Beobachtungsgabe und seine Fähigkeit, typische Verhaltensweisen entweder satirisch zu präsentieren oder ironisch zu brechen, machen die Komödie zu einem Sommer-Highlight fernab der Retorten-Romantic-Comedies, die einem sonst aufgetischt werden.

Kurt Krömer und Fritzi Haberlandt in einer Kinokomödie

Alexander Bojcan alias Kurt Krömer ist dafür bekannt, in seinen Projekten immer etwas anders zu sein: Seine Talkshow sperrt sich vor jedem konstruktiven Gespräch, sein Stand-Up-Bühnenprogramm präsentiert nicht einen Witz, seine Version der Groucho-Marx-Figur in „Room Service“ am Theater hat Neuköllner Wurzeln – und genau das sind die Dinge, die den Komiker und Schauspieler von der Masse der Schenkelschlaganimateure im Comedy-Fach abheben und ihm auch bei seiner ersten Hauptrolle behilflich sind.

„Eine Insel namens Udo“, das Spielfilm-Debüt von Regisseur Markus Sehr, wird ab dem 16. Juni 2011 in den Kinos laufen.

Eine Insel namens Udo
Regie: Markus Sehr
Buch: Clemente Fernandez-Gil
Mit: Kurt Krömer, Fritzi Haberlandt, Jan Gregor Kremp
Produktion: HUPE Film– & Fernsehproduktion, Little Shark Entertainment GmbH, WDR, Arte
Verleih: X-Verleih
Kinostart: 16.06.2011

Weiterführende Links

http://www.imdb.com/title/tt1700458/

http://www.facebook.com/EineInselNamensUdo

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