World Press Photo: Das preisgekrönte Foto 2012

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Ein oft verwendeter Satz, der dennoch nichts an seiner Aussagekraft verliert. Besonders im Journalismus sind Fotos wichtig.

Gute Pressefotos verschönern nicht nur das Layout, sie unterstützen das Geschriebene. Sie visualisieren das Thema und regen zum Nachdenken an. Jährlich werden solche Bilder mit einem Award ausgezeichnet.

Die World Press Photo Foundation kürt jedes Jahr herausragende Momentaufnahmen von Fotografen. Samuel Aranda erhielt die Auszeichnung für das „2012 World Press Photo of the Year“.
[youtube mY4ZVnmhMuc&feature=related]

World Press Photo 2012: Ein Spanier gewinnt

Der Fotograf Samuel Aranda ist bereits mehrfach ausgezeichneter Preisträger für Fotografie. Sein Talent, den richtigen Moment festzuhalten, erfolgte für das World Press Photo 2012 aber keineswegs aus einer spontanen Laune heraus. Angezogen vom Arabischen Frühling, reiste Aranda unter anderem durch Tunesien, Ägypten und den Jemen. Die Auszeichnung erhielt er für eine ganz besondere Aufnahme. Ein Foto, auf dem eine in eine Burka verhüllte Frau, einen scheinbar verletzen Mann im Arm hält. Sie, gänzlich verschleiert, er nackt und hilflos. Das Bild wurde im Jemen aufgenommen. Und zwar im Oktober 2011 in einer Moschee in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa.
Die 19-köpfige Jury kam zu dem übereinstimmenden Ergebnis, dass das Foto symbolhaft für die Revolution in der arabischen Welt stünde. Die abgebildete Frau zeige durch ihre Fürsorge, gleichzeitig ein aktives Handeln im Geschehen. Samuel Aranda sah sich während seiner Reise großer Gefahr ausgesetzt. Um gefahrlos in den Jemen reisen zu können, verging viel Zeit. Es war der erste Besuch des Preisträgers in dem Krisen überschütteten Land. Im Wettbewerb standen insgesamt 101.254 Fotografien.

Doch wer ist die Frau auf dem Foto?

Auf dem Foto sind Mutter und Sohn zu sehen. Der Sohn von Fatime Al-Qaws wurde während einer Demonstration verletzt: „Ich umarmte ihn und in genau diesem Moment muss er (Aranda) das Foto geschossen haben“. Fatime sagte, sie hätte sich große Sorgen um ihren Sohn gemacht, glaubte sogar er sei bei den Protesten ums Leben gekommen. Ihr Sohn lebte zwar, lag allerdings noch eine lange Zeit im Koma. Erst Monate nach der Aufnahme erfuhr die Familie von dem von ihnen gemachten Foto. Samuel Aranda besuchte sie daraufhin sogar. Ein Bild, welches um die Welt geht.

Eine Meinung

  1. Hab des Foto gesehen 🙂 Es echt absolut geil geworden

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.