Weltweite Analyse: Die gefährlichen Auswirkungen des hohen Salzkonsums

Salz

Salz ist in unserer täglichen Ernährung allgegenwärtig und kaum jemand möchte auf deftig gewürzte Speisen oder pikante Chips verzichten. Eine aufwendige Studie des „New England Journal of Medicine“ hat nun jedoch zu alarmierenden Ergebnissen hinsichtlich des Salzkonsums geführt.

Zu viel Salz erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Britische Forscher sammelten für ihre umfangreiche Analyse Daten zur weltweiten Natriumaufnahme und führten dazu Urintests in 66 Ländern durch. Zugleich griffen Sie auf 107 bereits durchgeführte Studien zurück, um herauszufinden, welche Folgen ein erhöhter Salzkonsum für den menschlichen Körper hat. Insbesondere der Einfluss auf den Blutdruck ist immens: Wer zu viel Salz zu sich nimmt, erhöht sein Risiko für Bluthochdruck und damit für Erkrankungen der Herz-Kranz-Gefäße. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät daher, täglich nicht mehr als zwei Gramm Natrium aufzunehmen. Laut der britischen Studie liegt der weltweite Durchschnitt jedoch bei 3,9 Gramm. In Deutschland beträgt die durchschnittliche Salzzufuhr 3,6 Gramm, was ebenfalls deutlich zu hoch ist, denn es liegen wissenschaftliche Hinweise darauf vor, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Salzzufuhr und Bluthochdruck gibt. Allein im Jahr 2010 gab es rund 21.000 Todesfälle, die auf eine zu hohe Natriumaufnahme und die damit verbunden Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen sind.

So können Sie die Salzzufuhr verringern

Um Ihre Natriumzufuhr zu senken, sollten Sie täglich viel frisches Obst und Gemüse essen, denn dieses ist reich an wertvollem Kalium, das eine blutdrucksenkende Wirkung hat. Außerdem enthalten Vollkornprodukte weitaus weniger Salz als Weißmehlprodukte. Bevorzugen Sie daher Vollkornnudeln und Vollkornbrot, die darüber hinaus den Vorteil haben, dass Sie schnell und lange sättigen. Fertigprodukte sollten Sie am besten ganz meiden, denn bei diesen wird Salz häufig zur Konservierung verwendet. Auch gesalzene oder gepökelte Wurst- und Fleischprodukte sollten nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen. Gleiches gilt für Hart- und Schmelzkäse – Frischkäse ist hier die bessere Alternative. Und beim Kochen gilt: Würzen Sie Ihre Gerichte mit Kräutern und Gewürzen statt mit Salz und verzichten Sie möglichst auf das Nachsalzen am Tisch.

Kleine Veränderungen im Alltag mit großer Wirkung

Es lohnt sich, die Salzzufuhr Schritt für Schritt zu verringern: Nicht nur das Risiko für Bluthochdruck kann so minimiert werden, auch die Gefahr für andere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wird auf diese Weise gebannt.


Bildurheber: herreneck – Fotolia

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