Vintage-Accessoire am Handgelenk: Orfina Porsche Design-Uhr

Es muss nicht immer Rolex sein: Seit einigen Jahren steigen auch ältere Uhren anderer Hersteller im Wert – und finden neue Träger. Zeitmesser von Orfina Porsche gehören definitiv dazu.

Mattschwarz, funktional – und ihrer Zeit voraus

Der Orfina Porsche Design Chrono 1 ist mit seiner schwarzen Beschichtung der Urvater aller schwarzen Armbanduhren mit markantem Metallarmband. Ihr Designer ist niemand geringeres als der Vater des Porsche 911, F.A. Porsche. Er ließ sich damals vom Drehzahlmesser und Tachometer des 911 inspirieren, die mit ihren hellen Zeigern und Ziffern auf schwarzem Grund sehr gut ablesbar waren. Im Vordergrund des im Jahr 1972 vorgestellten Chronos stand damals noch ganz eindeutig der „Form follows function“-Gedanke: Weiße Ziffern auf schwarzem Grund, als Reminiszenz an die Rennsportwelt eine Tachymeter-Skala auf der Rehaut sowie der rote, zentrale Sekundenzeiger. Er setzt sich auf Knopfdruck in Bewegung, um Zeit und Geschwindigkeit festzuhalten.

Schweizer Uhrwerk im Quarz-Zeitalter

Zu Beginn hatte die markante Herrenuhr es nicht leicht: Die Uhr erschien zu einer Zeit auf dem Markt, in der die Quarz-Revolution sich anschickte, der mechanischen Uhrenwelt mächtig zuzusetzen – dabei tickten in der Porsche Orfina noch verlässliche Automatikwerke der Schweizer Hersteller Valjoux und Lemania.

Auch das Design fand zunächst nicht nur Freunde: So meinte ein britischer Journalist, die Uhr sei nur auf Beerdigungen tragbar, andere Kritiker empfahlen dem Designer, sich bitteschön nur dem Automobildesign zu widmen. Doch der Erfolg gab F.A. Porsche recht, der bis zu seinem Tod noch zahlreiche weitere Design-Ikonen kreieren sollte: Die Uhr wurde über 50.000 Mal verkauft, und zu den Trägern gehörten so illustre Rennfahrerpersönlichkeiten wie der Weltmeister Mario Andretti oder Clay Regazzoni.

Begehrter Kult-Chrono

Rund 40 Jahre später finden sich Orfina Porsche Chronos in den einschlägigen Online-Shops und Foren wieder. Unrenovierte Exemplare sind ab etwa 1.000 Euro zu haben – allerdings hat bei diesen Exemplaren die schwarze Beschichtung auf dem Gehäuse und dem Band bereits sehr gelitten. Für Originale in besserem Zustand oder vom Fachmann restaurierte Orfinas muss man bereits einiges mehr hinblättern – zwischen 2.500 und 4.000 Euro. Einige seltene Exemplare, die an diverse Armeen geliefert wurden und statt in schwarz in Natograu oder Mattgrün ausgeliefert wurden, erzielen manchmal noch höhere Preise.

Bildnachweis: Pixabay, 763740, ajouretravel

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