Am Freitag hat es nochmal so richtig gekracht, dramaturgisch und quotenmäßig: "Verliebt in Berlin" ging mit einer extralangen Folge und der Hochzeit von Lisa Plenske vorläufig zu Ende. Für Sat.1 nicht nur die Hochzeit des Jahres, sondern die reichweitenstärkste Sendung der Saison. Die Plenske (Alexandra Neldel) heiratete ihren Traummann David Seidel (Mathis Künzler) – und 9 Millionen (46,6 Prozent Marktanteil 14- bis 49-Jährige) sahen zu. Im Durchschnitt waren 7,35 Millionen Sat.1-Zuschauer (ab 3 Jahre, Marktanteil: 25,9 Prozent) während der Hochzeit dabei. "Verliebt in Berlin – Das Ja-Wort" erzielte einen Rekord-Marktanteil von 38,6 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe: Durchschnittlich 4,33 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer ließen sich das Stückchen TV-Romantik nicht entgehen.
Ab heute ist wieder Telenovela-Alltag bei Sat.1 angesagt. "Verliebt in Berlin" (19.15 Uhr) geht irgendwie weiter – ohne Frau Neldel als Lisa, dafür mit Tim Sander als ihr Halbbruder Bruno. Ein Mann als Held einer Telenovela – ein absolutes Novum. Der als charmanter Rowdy eingeführte Bruno wird in den folgenden Wochen die Mitarbeiter von "Kerima Moda" durcheinanderbringen, von der Desigerin bis zum Chef. Vielleicht auch das TV-Publikum.
Tim Sander alias Bruno muss nicht nur gegen den irren Erfolg von Lisa Plenske antreten, er bekommt es zeitgleich auch noch mit einer anderen Konkurrentin zu tun. RTL drückt am heutigen Vorabend (ab 19.05) eine weitere Daily Soap in den Markt. In "Alles was zählt" läuft Ex-Eiskunstläuferin Tanja Szewczenko auf – als Arbeitertochter Diana träumt sie, na klar, von einer Karriere als Eiskunstläuferin. Gegen den Widerstand ihres Stiefvaters kümmert sich ein Unternehmersprössling um die eisige Laufbahn der Blondine, Stürze, Tränen und klopfende Herzen inklusive.
Die einzig spannende Frage bei diesem Serien-Wettlauf um Quoten und Zoten: Welches Format bleibt auf der Strecke? "ViB" gegen "Awz" – worauf stehen die weiblichen Zuschauer wirklich? Morgen werden wir es vielleicht schon wissen.
