TV-Ticker: Von Kerkeling, Krimis und Kufen-Stars

In einem Interview mit der Zeit enthüllt Hape Kerkeling, was ihn zur Erfindung der Kunstfigur Horst Schlämmer getrieben hat: Der Reporter aus Grevenbroich sei seine Rache an den Journalisten, „die ich über all die Jahre habe über mich ergehen lassen müssen. Die mir die unglaublichsten Fragen gestellt haben, die frech waren, die dreist waren, die angetrunken zum Interview gekommen sind." Stimmt schon: Journalismus und Alkoholismus sind eine klassische und leidige Verbindung. Leider stimmt aber auch: Auf der Seite der interviewten Schauspieler, Entertainer und Popstars siehts häufig auch nicht besser aus.

Ab heute Abend 21.15 Uhr heißt es für die Fans von CSI: RTL. Denn die neue Staffel von „CSI: Den Tätern auf der Spur" hat einen neuen Sendeplatz und einen neuen Sender. Zuletzt lief die Krimiserie sehr erfolgreich mittwochs bei VOX, jetzt wird immer donnerstags beim Muttersender RTL ermittelt. Bisher ist die RTL-Strategie, Eigenproduktionen einzustampfen, Formate von VOX abzuziehen und mehr US-Lizenzware einzukaufen, für die Kölner aufgegangen. „CSI: Miami" erzielt dienstags bei RTL Superquoten mit einem Marktanteil in der Zielgruppe von über 25 Prozent. Ob diese Rechnung auch bei „Den Tätern auf der Spur" aufgeht, wissen wir Morgen.

"Popstars"-Alarm bei ProSieben: Heute (20.15 Uhr) können sich drei Mädels das Ticket für die Finalshow am 23. November ersingen. Wird auch Zeit, dass die Veranstaltung ein Ende findet. Nachdem ProSieben die Castingshow bereits um zwei Sendungen verlängert hatte und in der letzten Show kein Mädchen rausflog, musste man befürchten, der Sender wolle aus seinem derzeit erfolgreichsten Format eine Endlos-Soap machen.

Nicht so glatt läufts hingegen bei einem anderen ProSieben-Format: „Stars auf Eis" hat auch bei der gestrigen Live-Entscheidungs-Show (mit Eltons Gastaufritt auf Kufen) trotz Steigerung noch nicht das Quotenziel erreicht: 1,72 Mio. in der Zielgruppe machen einen Marktanteil von 13,7 Prozent – der Senderschnitt liegt bei 13,2 Prozent. Immerhin: Kandidat Eberhard Gienger, hauptberuflich Bundestagsabgeordneter, wurde endlich rausgewählt und kann sich jetzt wieder ganz seinen Aufgaben in der Hauptstadt widmen.

Der Trend geht ohnehin zum fernsehen ohne Fernseher – meint der Popkulturjunkie, der auch eine interessante Erklärung dafür findet, warum z.B. die neuen  Staffeln von „Lost" und „Desperate Housewifes" nur mittelmäßig laufen: Die neuesten Folgen könne sich schließlich jeder nach der US-Ausstrahlung aus dem Netz ziehen.

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